Skip to content
17.11.2014 / stega

Restöckchen

Nach dem fishing for stöckchen von kolibrikind wirft sie mir ihr Stöckchen via willmalarztwerden gleich wieder zurück. Aua! Da mach ich gleich nochmal mit, aber dann ist Schluss mit dem Stöckchen-Gedönse für die nächste Zeit. Versprochen ;)

1. Hat dein Auto/Motorrad/Fahrrad/beliebiges Fortbewegungsmittel einen Namen? Wenn ja: welchen?
nein, bisher nicht. Höchstens den Markennamen, dann wäre es mein “Cubie” als Rennrad.

2. Haus mit Garten oder doch lieber Innenstadtwohnung?
Haus mit Garten.

3. Was ist dein Lieblingsbuch und warum?
mh, ich habe gar kein richtiges und einziges Lieblingsbuch. Natürlich ist “House of God” eines DER Pflichtlektüren und eines der Bücher, die ich inzwischen mehrfach gelesen habe.

4. Rock oder Popmusik? Oder doch was ganz Anderes?
Die Mischung machts. Nur Popmusik? Lieber nicht. Ausschliesslich Rock? Auch langweilig auf Dauer. Gerne zwischendurch auch gute Klassik.

5. Findest du es erstrebenswert reich zu sein und warum?

Natürlich denken viele durch mein Arbeiten in der Schweiz möchte ich nur viel Geld scheffeln. Stimmt nicht – und ist auch gar nicht möglich (von wegen so viel Geld, schaut euch mal Mieten und Preise an!). Reich sein muss nicht sein; ausreichend Geld für das ein oder andere Luxüschen oder schönen Urlaub darf es gerne sein.

6. Licht am Ende des Tunnels oder ewiges Nichts?
Licht am Ende des Tunnels – wie auch immer es geartet ist.

7. Du gewinnst im Lotto und müsstest nicht mehr arbeiten. Ruhestand, Teilzeit oder weiter komplett arbeiten?
Weiter arbeiten. Zumindest vorerst. Vielleicht in 10 Jahren dann reduzieren und nicht mehr 110%, sondern nur noch 90% arbeiten. Bloss nicht ganz aufhören – da wird mir ja nach 10 Tagen langweilig daheim!

8. Bewahrst du immer stoisch die Ruhe, oder kann man dich auch mal aus dem Tritt bringen?
Ich bin relativ gefasst, aber ich motze gerne vor mich hin, wenn mich was ankotzt. :D

9. Wie stehst du zu einer Helmpflicht für Radfahrer? Trägst du selber Helm?
Auf dem Rennrad immer mit Helm, in der Stadt auf dem Stadtrad bisher ohne. Aber das wird sich jetzt wohl auch ändern, nachdem ich im letzten Winter vom Auto angefahren wurde. Sicher ist sicher. Man braucht die Oberstube ja noch.

10. Der Familie zu Liebe die Arbeit einschränken oder lieber Karriere?
Wieso diskutiere ich diese Frage in letzter Zeit so häufig? Einschränken und die eigenen Kinder aufwachsen erleben wäre ein Traum. Karriere aber auch. Aktuell kommen Kinder sowieso nicht in Frage – und die Hoffnung auf ein besseres Vereinen von Klinik und Karriere und Familie stirbt ja eh nie. Auch wenn sich das wohl nie so wirklich unter einen Hut bringen lassen wird.

11. Ist ein Geschwindigkeitslimit auf Autobahnen sinnvoll?
Bestimmt. Erlebe ich ja in der Schweiz. Aber auf der dt. Autobahn mal ein wenig Ausfahrt zu haben, ist zwischendurch sehr nett. Vielleicht kann man sich ja statt auf 120km/h auf 130 oder 140 km/h einigen?

Da ich das Stöckchen bereits geworfen habe, endet diese Ausgabe nun bei mir und die andere Staffelübergabe soll ihren Weg finden.

to be continued

16.11.2014 / stega

Immer wieder sonntags … | 2014 – KW 45

| GESEHEN | noch mehr Privatpatienten | GEHÖRT | kunterbunt | GETAN | Privatpatienten gehütet, Wohnungszusage bekommen, Heimaturlaub genossen | GEGESSEN | Maultaschen selbstgemacht | GETRUNKEN | badischen Wein | GEDACHT | wann sollen wir nur umziehen? | GEÄRGERT | dass der Chef und die Leitenden nie auf Visite zu ihren Patienten kommen tagsüber, eine Strafanzeige wegen Falschparkens und angebl. Überschreiten der Bezahlungsfrist (dabei habe ich nie eine Buße erhalten) | GEFREUT | Wohnungszusage | GEKAUFT | Winterreifen | GESTAUNT | wie geil man mit meinem Auto auf der Autobahn fahren kann *hehe*

to be continued

15.11.2014 / stega

Blogger-Staffellauf

Vom längst verschollen geglaubten @crooklynpippo (zeitspiegel) habe ich bei dessen Wiederauferstehung ein Stöckchen zugeworfen bekommen – und wenn mein Weitertragen bewirkt, dass er zurück in der Twitterwelt bleibt, so will ich es doch gerne beantworten.

1. Jeder ist seines Glückes Schmied ODER unser Leben hängt an verdammt vielen Zufällen?
Ich glaube fifty-fifty. Schmieden wir uns unsere Zufälle!

2. Was ist überhaupt das schwierigste im Leben? (ein! Satz bitte :P)
“das schwierigste” – das S muss gross geschrieben werden. Weil “das” davor. Mensch, so geht das nicht. Einmal mit Profis…
Ungeduld und Perfektionismus; das ist ne tägliche Herausforderung. (und ein Satz, wie gewünscht)

3. Und was war das schwierigste, was Du je getan hast?
Vielleicht: das erreicht zu haben, was ich heute bin.

 4. Was ist der größte Unterschied zwischen Mann und Frau? (im Stehen pinkeln und multiple Orgasmen zählen als Antworten nicht)
Wo die eine was hat, hat der andere nichts. Und wo der etwas hat, hat sie nichts. Aber das muss ich dem Radiologen wohl nochmal genau erklären. Da hat er im Studium in seinem dunklen Radiologen-Kabuff verschlafen gehabt.

5. Schokolade oder Gummibärchen?
Schokolade! Oder nach der Coca Cola Werbung: Schokosoße oder Schlagsahne? Schokosoße!

6. Empfindest du dich als ungewöhnlich, vielleicht gar unverstanden? Oder bist du ein gewöhnlicher Mensch und in fast jeder Stammtischrunde einsetzbar?
In jedem Menschen steckt etwas ungewöhnlich Einzigartiges. Stammtische sind somit Zusammenkünfte von Absonderlichkeiten (mit genug Alkohol werden diese – welch Phänomen – dann zu einer wabbernden Einheit. Sonderbar.)

7. Welchem Menschen bist du dankbar? Verwandte und Partner ausgenommen.
Natürlich @crooklynpippo für dieses Stöckchen <3 What else?

8. Wenn du EINE gesellschaftliche (politische) Regel aufstellen dürftest, welche?
Ich halte mich da an Kant und nach dem Motto “handle stets so, dass dein Handeln als Maxime für alle gelten kann”

9. Norddeutsch, süddeutsch, Ruhrpott, kölsch’, Berliner, Schwabe, Sachse etc.. Welcher Mentalitäts-Typ bist du und wie äußert sich das?
Südwestdeutsch. Badisch. Wie sich das äußert? Pickel, wenn mich jemand als Schwabe bezeichnet. Oder sonstwie. *BadischeHymneträller*

10. Goldene Hochzeit mit der großen Liebe oder dreimal geschieden wegen dreimal “große” Liebe?
Frag mich in 50+x Jahren erneut. Dann kann ich dir das sagen. Emotional entspannter wäre wohl die goldene Hochzeit. Und finanziell vielleicht auch.

11. Wo laufen sie denn?
… als würden sie verfolgt werden!

Nun muss ich elf Fragen aufstellen und das Stöckchen an elf Blogger weiterwerfen.

1. Liebe auf den ersten Blick oder Kennenlernen im Laufe der Zeit?
2. Lässt du an der Kasse im Supermarkt nach einem Grosseinkauf einen Rentner mit nur einer Butter auf dem Band vor?
3. Würdest du einem todkranken Menschen, wenn er dich darum bittet, aktiv beim Sterben helfen (z.B. durch Gabe einer Überdosis eines dann tödlichen Medikamentes)?
4. In welche Region der Erde würdest du auswandern, wenn du in deiner Heimat nicht mehr leben kannst/darfst?
5. Würdest du nach deinem Tod und wenn du dies vorher wüsstest einem verurteilten Mörder ein Organ spenden, damit dieser überlebt?
6. Wenn du für einen Tag im Körper des anderen Geschlechts aufwachen würdest, was würdest du an diesem Tag tun?
7. Wenn du einen Tag unsichtbar wärst, was würdest du tun?
8. Wenn du einen Tag ein Tier sein dürftest, welches Tier wäre dies und wieso?
9. Wenn du einen Tag unendlich Geld besitzen könntest, was würdest du dir auf jeden Fall kaufen?
10. Was war zu erst da: Henne oder Ei?
11. Facebook oder Twitter?

Dann nominiere ich einfach mal @kischtrine, @molossoidea, @schwesterchen86, @desflurator, @doktor_FreakOut, @menschohneplan, @sickdude, @chirurgenwelpe, @kiki_kiki2013, @vunnix, @alltagimrettung

Auf dass das Stöckchen seine Runde mache!

to be continued

09.11.2014 / stega

höchst Privat

In meiner Klinik gibt es im Rahmen der Rotation in den einzelnen Stationen einen Job als sogenannter Privatassistent. Sowohl bei den Traumatologen als auch den Gefässchirurgen als auch den Viszeralchirurgen, also insgesamt drei Privatassistenten. Deren Job? Privatpatienten (bzw. Halbprivat/Privatpatienten) der Leitenden Ärzte und Chefs zu betreuen und ggf bei Bedarf bei deren OPs zu assistieren. Betreuen insofern, als dass man mit den Oberen auf Visite gehen muss und grob gesagt ihnen den Rücken freihält, indem man die Anfragen der Pflege tagsüber abarbeitet, Verordnungen macht und den Laden am Laufen hält, auf dass der Leitende oder Chef beim Patienten glänzen kann (wofür der dann natürlich große Bewunderung und Danke kassiert, obwohl die Hauptarbeit von seinem Laufburschen äh Privée gemacht wird). Für uns Anfänger ist dieser Job recht angenehm, weil man direkte Feedbacks der Chef hat und mehr oder weniger unter deren Fittiche arbeitet. Zusätzlich finde ich es ganz angenehm den direkten Draht zu den Chefs zu haben und v.a. immer rückfragen zu können (immerhin sind sie ja hauptverantwortlich für ihre Privaten).

Der Nachteil an diesem Job ist gleichzeitig, dass man zum Einen im OP natürlich nicht zum viel selbst machen kommt, weil man bei Privatpatienten nur Haken halten und höchstens mal zunähen darf. Zum Anderen muss man mit der Visite immer auf den Chef oder Leitenden warten bzw. Rücksicht nehmen. Meist läuft das dann so, dass man angerufen wird und dann gehts los. Planbar ist das nur begrenzt (und auch für die Pflege doof, weil die dann anruft und wissen will, wann man kommt; man aber selbst keinerlei Ahnung hat, wann der Anruf kommen wird). Außerdem kann es sein, dass manch Visite recht spät in den Abend fällt und man deswegen einige Überstunden absitzen muss (wenn der Chef z.b. Sprechstunde bis 17.30 Uhr hat und danach noch eine Sitzung und man bis 19 Uhr auf sein Handshake beim Neueintritt warten muss).

Ich war bisher sowohl Traumaprivee 6 Wochen als auch Gefässprivee. Bei letzterem betreute ich nebenbei noch einen Teil der “normalen” Patienten auf eigene Faust, was eine nette Abwechslung war. Nun werde ich laut Dienstplan bis Weihnachten immer wieder eine Doppelfunktion übernehmen und sowohl Gefässchirurgie als auch Viszeralchirurgie übernehmen. Heißt: ich muss summa summarum 7 Leitende und Chefs “betreuen”. Bzw. springen, wenn sie Zeit haben. Und eigentlich nebenbei noch in Tumorboards um Patienten vorzustellen, auf Chefarztvisiten auf Normalstation mitlaufen etc… Das wird eine Herausforderung und ich hoffe, dass man sie ohne allzu viele Überstunden meistern kann. Vielleicht schaffe ich es ja die Oberen so weit zu bringen, dass man relativ fixe Visitenzeiten koordinieren kann, damit es kein allzu grosses Chaos geben wird, wenn plötzlich alle auf Visite wollten.

Ich werde berichten, wie ich mich als Löwenbändiger schlage.

to be continued

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 616 Followern an