Gester gingen ja die beiden Mails an meine Kliniken, in denen ich gerne famulieren würde, raus. Leider noch keine Antwort – aber ich denke, dass das normal ist. Schließlich muss das erst durch die Verwaltung und so.
Es gab in meinem Artikel dazu einen netten Kommentar eines neuen Besuchers, der folgende Frage stellte:
Was moechtest Du denn eigentlich wirklich spaeter machen?
Schlaegt dein Herz im Sinusrhythmus oder im orthop-unfallchir Doube-Takt?
Ich bin darauf bereits im Kommentar eingegangen, muss hier aber vielleicht doch kurz etwas deutlicher schreiben:
Klar, es sit eine Zwickmühle, in der man sich als Medizinstudent befindet. Man muss seine 2 Klinikfamulaturen absolvieren und soll dabei möglichst nicht immer in die gleiche Fachrichtung gehen, sondern mal ein wenig Abwechslung reinbringen und sich mehrere Fachgebiete anschauen. Deshalb ja auch der eine geplante Monat in der Herzchirurgie. Meine anderen beiden Monate Klinik will ich eben bei ATOS und in Österreich in einem Unfallkrankenhaus absolvieren.
Warum aber nicht dann alle drei Monate in der Orthopädie o.ä.?
Diese Frage hab ich mir auch lange überlegt. Und bin dann zu dem Ergebnis gekommen, dass ich auch dort geschrieben habe als Antwort auf die Frage von „die Radlosen“. Ich versuche euch meine Zwickmühle mal zu schildern:
Derzeit schlägt mein Herz zu 99% für den angestrebten Bereich Orthopädie/Unfallchirurgie/Sportmedizin/Traumatologie. Ich habe mir vorgenommen in 10 Jahren darin erfolgreich zu arbeiten, vllt in einer Poliklinik/Privatklinik/eigenen Praxis oder so. Irgendwas in Richtung der ATOS-Klinik eben. Meine Vorbilder, die mich seit Jahren faszinieren. Ich will meine Doktorarbeit in diesem Bereich schreiben und durchforste da auch die ganzen Angebote immer nur nach diesem Bereich – weil der mich einfach von Grund auf reizt und ich es spannend finde. Eine tolle Arbeit findet in Davos statt – leider muss man dazu ein jahr pausieren, um dort zu forschen. Menno.Wäre schon toll, aber 1 Jahr länger studieren wiegt auch recht schwer…..
Wenn ich nur daran denke, wie toll der Präpkurs war, als ich das Knie eröffnen durfte oder das Sprunggelenk. Oder auch die Schulter, zu der wir dann leider zu wenig Zeit hatten, um sie genau anzuschauen. Ich mochte das einfach, konnte die Dinge leicht lernen, weil ich sie logisch fand und es lag mir mehr als Innereien. Das is mein Ding.
Und wenn ich so konsequent bin in dieser Entscheidung, wie in allen Entscheidungen (z.B. im Arztwunsch seit dem Kindergarten oder dem Wunsch Schlagzeugz zu spielen seit damals), dann denke ich, wird das auch klappen.
Gleichzeitig muss ich aber auch daran denken, dass ich z.b. im PJ auch 3 Monate in der Inneren arbeiten werden muss. Nicht nur Chirurgie. D.h. also ich muss mir auch überlegen, welche Fächer mich da interessieren könnten und in welchen ich arbeiten würde.
Außerdem will ich mir die verbleibenden 1% der Zukunft noch anschauen. Damit ich weiß, ob ich mit Ortho wirklich so richtig liege. Nicht, dass ich nachher wieder mal im OP stehen darf und dann merke, hich, das is doch nix für mich. Zwar sind die OPs beim Zivi in der Unfallchirurgie super gewesen – aber wer weiß? Und damit ich mir da noch sicherer bin, will ich den Monat in der Herzchirurgie machen.
Ein weiteres, warum ich mich bei denen beworben habe ist, dass die Ärzte beim Zivi so von der Klinik geschwärmt haben, weil es Privat ist und es dort ganz anderes zuginge. Auch das würde ich gerne einfach mal live miterleben – ob ein Klinikunternehmen wirklich so anderes is als ein Städtischen Klinikum. Deshalb auch die Bewerbung dorthin und nicht ins Städtische Klinikum Karlsruhe – da hab ich ja bereits 2 BOGY (Berufsorientierung am Gymnasium gemacht (Neurochirurgie und Onkologie)) und dann Zivi geleistet.
Desweiteren ist mein Dilemma das, dass ich gerne chirurgisch tätig werden will später mal – also OPs und Menschen heilen. Heilungserfolge und sehen, wie es Patienten nach einiger Zeit wieder besser geht (oder bei Sportmedizin Sportler betreue und zu Erfolgen führen). Ich finde Innere und grad chronische Leiden sind zwar spannend – aber wären weniger was für mich. Ich möchte Ziele haben und Menschen zu diesen Zielen verhelfen und mit ihnen ihren Weg gehen. Danach dann sehen, wie sie wieder aus dem Krankenhaus laufen können oder so. Spricht also für Ortho/Unfall.
Welches andere Fach wäre denn noch chirurgisch? ….. und da fällt mir spontan nur Herzchirurgie als interessantes Fach ein. Gyn und Urologie kann ich mir nicht vorstellen, Neurochirurgie hab ich miterlebt – ist mir zu wenig abwechslugnsreich gewesen: entweder Tumore im Kopf oder Bandscheibenvorfall. Das hab ich im Praktikum gesehen. Onkologie war damals wg dem Buch von Lance Armstrong und fand/finde ich interessant – aber da operiert man ja nicht. Und Neurologie/Kardiologie ebenso. Deswegen will ich in der Famulatur mal sehen, was denn ein Herzchirurg so macht – ob er nur Stents und Herzklappen operiert und das tag ein tag aus. Denn dann wüsste ich ganz sicher, dass ich die Abwechslung bei Ortho/Unfall brauche.
Also: mein Herz schlägt 200 bpm für Sportmedizin/Orthopädie und Unfallchirurgie. Garantiert!
Damit hoff ich euch mal die Verwirrung genommen zu haben, was denn eigentlich Sache ist.
Liebend gerne würd eich auch meine Praxis-Famulatur bei nem Orthopäden machen – aber da sind wir wieder beim Problem, wo dann die Einblicke in andere Fachgebiete bleiben. Und die sollte man laut Verwaltung während dem Studium und den Famulaturen sammeln. Auch wenn man so wie ich sich sicher ist, was man denn machen will später mal.
to be continued
P.S: und wer weiß, wie ich mich über die neuen News via Unfallchirgie/Orthopädie-Newsletter oder durch die ATOS News freue und jedes Mal auf die neuen freue, sobald ich ein Heft verschlungen habe, der weiß, dass ich hier nicht einfach nur so schreibe!