Archive for Mai 19th, 2008
kurz heute
“mir gehts soweit ganz gut, pollen machen mir heute und letzte nacht einige probleme, bin um 2 aufgewacht und hui. kissen flog dann weg und ich hab versucht mit laufender nase zu schlafen - war lustiges unterfangen und heute brennen augen. und das bei dem schlechten wetter - es is echt zum grübeln, warum grad jetzt.
ansonsten war uni heute wieder langweilig und sinnlos. mist mist, die lere hier ist echt beschissen wenn man dasmal so neutral betrachtet.
naja, dann in mensa gewesen und dann heim, hier biochemie, neuro und histo gemacht und dann ventilator für die warme zeit aufgebaut mal
falls es wieder warm werden sollte.. *lach* oder als pollenabbläser.
und jetzt hab ich bald wieder hunger und such mir was zu essen
ansonsten ist hier auch nicht so viel passiert - ja, kinokarten für Indianer Jones hab ich reserviert, weil ich dachte, wenn wir da reingehen wollen ,dann sollten wir uns darum bemüen, weil nachher is das ausgebucht wieder oder so (wobei der film gar keine so gute kritik bekommen hab. aber egal
). [Anm. d. Red.: ich habe noch nie einen IJ-Film kompletto gesehen!! Weil bisher kein Interesse, aber wnen sie reinwill - da geh ich dann halt mit
) [...]
hab am refi gestern und heute nichts mehr gemacht, er hat mir auf mail auch nicht geantwortet und ich frag ihn mojn dann wegen vorbesprechung - so lange zet ist ja net mehr dazu und da soll er mal gas geben bitte
am fr mittag hab ich wieder molekularmedizin vortrag, das fällt also auch zeitlich dann weg und dann is nächste woche schon…. *lach*
[...] mojn hab ich meinen langen tag mit rumhetzen - wir sind in psycho in der tumorbiologie-klinik und haben dort gespräch mit einem kranken. na super…. diedozentin redet und wir dürfen zuhören. suuuuper - ich hasse seminare!! die sind überflüssig, man lernt nicht wirklich was und man muss nur zeit absitzen (also hier jetzt). und davor halt biochemie mit abhören (und ich weißt, wer dran kommen wird… *hüstel* aber ich denk, ich kanns, außer er fägt wieder so doof). und abends halt med. info noch. also viel viel
und dazwischen muss ich mal brot und so kaufen, sonst wirds nichts am feiertag mit essen hier *lach* “
so, sorry, heue nur das hier…. das wetter macht mich fertig… *lach*
to be continued
Patienten in Todesangst – ein Arzt packt aus
Krankes Gesundheitssystem
Ein niedergelassener Arzt berichtet vom alltäglichen Irrsinn in deutschen Praxen. Der Internist erzählt von langen Wartezeiten – und der Todesangst der wartenden Patienten. Er erklärt, warum 18 Euro für einen Hausbesuch und gedeckelte Kosten der Krankenkassen viele Kollegen zur Aufgabe treiben.Ich bin Arzt. Internist. Mit Leidenschaft. Aber es ist nicht leicht. Besonders seit der letzten Gesundheitsreform. Ich gehöre noch zu denen, die Hausbesuche für eine Selbstverständlichkeit halten und ihre Patienten auch besuchen, wenn sie im Pflegeheim sind.
Das Schlimmste ist die Deckelung der Kosten. In der Praxis habe ich pro Quartal 30.000 Euro von den Kassen zur Verfügung. Mehr darf ich nicht ausgeben, oder ich zahle es aus eigener Tasche. Im Klartext: Jeder Patient, den ich mehr als zwei Mal im Quartal sehe, wird mir nicht bezahlt. Aber auch der 651. Patient wird mir nicht bezahlt, wenn ich mit 650 Patienten pro Quartal meinen “Deckel” erreicht habe.Deswegen nehmen ja alle guten Ärzte keine neuen Patienten mehr an. Nicht, weil sie die nicht betreuen könnten, sondern weil sie dafür auch noch vom jetzigen System mit Einkommenseinbußen bestraft werden würden. Oder Hausbesuche. Wenn das Budget fürs Quartal erschöpft ist und mich ein Patient anruft, dann muss ich ihm sagen: Ich komme nicht, geh in die Klinik. Sonst arbeite ich nicht nur umsonst, ich kann dann nicht einmal das Benzin abrechnen, das ich verfahre. Im Übrigen war neulich meine Waschmaschine kaputt und musste repariert werden. Der Monteur war rund 30 Minuten da und stellt mir eine Rechnung über 150 Euro aus.18 Euro für den Hausbesuch
Mir standen fast die Tränen in den Augen. Wenn mich einer meiner Patienten in der Sprechzeit anruft und mich um einen Hausbesuch bittet, bekomme ich rund 18 Euro für den Besuch, und wenn ich mehr als fünf Kilometer fahren muss, rund neun Euro Fahrtkostenpauschale. Da komme ich mir einfach von unserer Gesundheitspolitik veralbert vor. Würden Sie sich dafür ins Auto setzen – oder würden Sie dem Patienten raten, sich ans nächste Krankenhaus zu wenden?Anderes Beispiel: Ich habe ein Ultraschallgerät. Das kostet 20.000 Euro. Von der Kasse bekomme ich pro Behandlung mit dem Ultraschallgerät 20 Euro. Das heißt, ich müsste bei 1000 Patienten das Ultraschallgerät einsetzen, bevor ich die Kosten wieder drin habe. Das hat aber nur dann Sinn, wenn mein Budget nicht bereits durch meine Patientenbetreuung abgedeckt ist. Ist dies der Fall, verdiene ich kein Geld mit dem Gerät, habe aber 20.000 Euro Kosten. Also ist absehbar, dass das Gerät über Jahre hinweg nur Kosten verursacht. Für die Versorgung meiner Patienten ist es aber notwendig.Wenn jemand mit Bauchschmerzen zu mir kommt, kann ich mit einer Urinuntersuchung und dem Ultraschallgerät sehr gut zwischen Erkrankungen unterscheiden, die den Patienten akut gefährden und solchen, die Zeit haben. Ohne Ultraschallgerät muss ich den Patienten ins Krankenhaus schicken oder zu einem Facharzt. Aber zu welchem? Zum Urologen mit Nierensteinen? Zum Onkologen mit Lebermetastasen? Oder eventuell zum Gastroenterologen mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung? Alles macht Bauchschmerzen.In drei Wochen Wartezeit kann viel passieren… Read the rest of this entry »