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10.02.2012 / stega

es ist vollbracht…. fast.

Share photos on twitter with TwitpicNach langer Pause gibt es jetzt wieder einen kleinen Eintrag aus dem Leben – dem “Leben”, das mir in den vergangenen zwei Wochen noch blieb. Es bestand v.a. aus viel Lernerei, vielen grauen Haaren und ner Menge Motivationsverlust – generell und in Bezug auf das Studium. Ich hatte zunehmend keine Lust mehr auf die lernerei, das ewige rumplagen mit von morgens bis abends über den Büchern und alles zehnmal wiederholen – dann klickt man Staatsexamens-Altfragen und denkt sich, hey sieht ja ganz gut aus, außer paar chromosomale Syndrome, von denen man nie etawas gehört hat, klappt das ja ganz nett. Danach klickt man sich durch Altklausuren aus mannheim und tübingen, die wir hier auch zur verfügung haben – und auch hier: na, sieht ja ganz nett aus. Und dann? Schaut man sich die Klausuren von unseren Vollpfosten an und fällt aus allen Wolken. Nicht nur, dass es ihnen nicht reicht, dass man nur 1 aus 5 anzukreuzen hat. Päd meint auch noch in der Klausur 15 von 40 Fragen im sog. “KPrim”- Modus zu machen: entscheide zu jeder Antwort ob ja oder nein. Wie viele ja oder nein, sagen wir dir aber nicht.  Das sind die schlimmsten Fragen, weil man sich bei mind. einer der antworten dann immer unsicher ist und die Fragen oft so undeutlich gestellt werden, dass es auch nicht weiterhilft, wenn man das gelernt hat. Was bedeutet schon “häufig”, “selten” und “typisch”: nimm vier Bücher und du bekommst vier Antwortkombinationen raus. Man kann nur hoffen, dass sie auch halbe Punkte verteilen, wenn man nur eine Antwort falsch hat. Sonst ist das mit 15 KPrim echt der absolute Hammer. Wie wichtig denken die eigentlich, dass ihr Fachgebiet ist? Ich habe aktuell echt einen Hass auf die Pädiater. Gestern hat schon jemand bei denen angerufen wegen Ergebnissen und bekam zur Antwort, dass sie derzeit rechnen, weil die Klausur so schlecht ausgefallen sei. im letzten Semester haben sie die Bestehensgrenze von 60% auf 25% herabsenken müssen… kein Wunder, dass das Ergebnis dann nachher nicht so schlecht aussah, als sie uns das am Anfang des semesters “zur beruhigung” gezeigt haben. Hahaha, ihr Witzbolde. Hätte ne einfachere Klausur nicht auch nen Sinn gemacht?! Warum fragen sie keine einzige Frage zu Dingen, die wirklich für Kinder relevant sind – Fieber, Husten, Schnupfen, Masern…. nein, es kommt Rheuma, Neurologie mit Tumoren und so Zeug dran. Und dann 5 Antwortmöglichkeiten, die man in der Klinik alle macht und man soll auswählen, was man als nächstes durchführen muss. Alles? Ich darf aber nur eines nehmen – woher soll ich wissen, was sich der Fragesteller dabei gedacht hat und worauf er persönlich am meisten Wert legt? In Büchern fände man zu allem ne Begründung und auf unsere Altfragenplattform wird jede Antwort irgendwie belegt oder diskutiert. Was also sollen dann solche Fragen?!

Heute dann Gyn – es hätte auch hier einfacher sein können, aber stattdessen fragen sie nach Tumorstadion und deren Einteilungen, stellen Fälle vor, bei denen man nicht weiß, was sie nun genau hören wollen. Immerhin gaben sie von anfang an vor, wie viele Antworten man anzukreuzen hatte (Pick N) – und wenn man die Mehrzahl der Picks richtig hat, gibt es noch Teilpunkte – damit kann man sich schonmal sicher sein, dass man bei einigen der Pick N trotzdem Punkte hat, auch wenn man sich bei mind. einer Antwort unsicher war. Aber im Endeffekt war auch das ne Klausur, in der man drin saß und sich dachte: warum hab ich so viel gelernt und v.a. was hätte ich anderes lernen sollen, um das hier zu beantworten? Auch jetzt wieder ne Klausur, die man nicht schreibt und sich dabei denkt: ok, vllt 5 oder 6 Fragen unsicher, der Rest sicher gewusst. Wieder das dumpfe Gefühl, dass so viel unsicher ist und unklar und man sich danach nie gewiss ist, dass es geklappt hat – nur die note ist unsicher (aber die interessiert ja keinen).

Die Ergebnisse der beiden Klausuren gibts ab kommender Woche, ich hoffe, dass sie in Päd so weit runterrechnen oder ich mich mit dem Gefühl so täusche, dass ich as bestanden habe – wie gesagt, die Note ist mir völlig wurscht. Das gleiche Gefühl hatte ich bei der Patho-Klausur und da bin ich bekanntlich durchgefallen und dann in Derma – und da gabs dann ne zwei. Bitte lass es also ein täuschendes Gefühl sein oder/und die Bestehensgrenze mit Teilpunkten und was weiß ich erreicht haben. *daumendrück*

Deswegen kann ich mich jetzt am ende des Semesters auch gar nicht freuen und entspannen, denn die Anspannung ist noch viel zu hoch und würde sich erst entspannen, wenn ich in meiner Leistungsübersicht zwei Noten drin stünden (egal welche, wirklich), ich damit das Semester komplett abschließen kann und entspannt in die Ferien schaue. Aber so bleibt der Puls viel zu hoch (wie schon heute Nacht) und die Anspannung innerlich förmlich spürbar… wie soll man da zu einer Geburtstagsparty heute Abend bei ner Kollegin und morgen mit Kumpels in STadt feiern gehen?

Zum ersten Mal seit ich studiere, freue ich mich auf den ein oder andren Schluck Alkohol zur Entspannung – dabei trinke ich eigentlich gar keinen und schon gar nicht in großen Mengen. Kontrolle will und habe ich noch nie verloren, besoffen war ich auch noch nie… aber aktuell freue ich mich drauf ein wenig Entspannung auf der Rolle und dann einen guten Schluck heute Abend.

Bitte drückt mir die Daumen, dass ich diese beiden Klausuren rübergeschaukelt habe und ich den Käse  nicht nochmal lernen muss.

to be continued

LifeReport-History: vor einem Jahr Famulatur in Salzburg

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