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25.02.2012 / stega

das erste Mal… virtuell wird real

(c) abcclub.eu

Am vergangenen Freitag habe ich das erste Mal die Erfahrung gemacht, wie es sich anfühlt, wenn das virtuelle Leben mit dem realen zusammentrifft. Bisher hatte ich stets versucht die Trennung Virtualität und Realität aufrecht zu erhalten und bei diversen Aktivitäten im Netz ein gewisses Maß an Anonymität zu gewährleisten (so weit das mit einem Blog und Twitterstream funktioniert). Immerhin sind bestimmte Dinge, die mich ausmachen, nicht bekannt und sollen auch weiterhin als unwichtige Fakten außen vorgelassen werden. Ihr könnt euch mich vorstellen, wie ihr wollt – bestimmt trifft irgendein Detail zu :) Das macht den Reiz aus. Und schützt mich in gewisser Weise.

Vergangenen Freitag kam es aber zu einer Begegnung der anderen Art: eine Followerin aus meinem Twitteruniversum, die leider nicht mehr so oft twittert, war aufgrund eines Kongresses in meiner Stadt und hatte mich angeschrieben, ob ich Stadtführer spielen wolle. Da ich am Fr noch nicht heim gefahren war, sagte ich natürlich zu – irgendwie gespannt, wie das so würde. Fast eine Art “Blind Date”, ultrablind. Sie kannte von mir ja nicht mal meinen richtigen Namen, kein Foto, nur das, was ich von mir gebe – wenn sie denn das alles liest (was ich nicht glaube). Ich kannte von ihr immerhin den Namen und dank zweier hochgeladener Fotos zumindest ihr Aussehen von vor einiger Zeit. Sah nicht schlecht aus (ich gebs jetzt zu, auch wenn sie das hier lesen könnte :P )

Voller Vorfreude surfte ich vorher noch schnell durchs Netz und suchte, was man denn gesehen haben musste, wenn man meine Stadt besucht – aber so viel gibt es da gar nicht und sie war bereits das dritte Jahr zum Kongress vor Ort, das machte die Sache noch schwerer, denn was soll man da noch groß Neues zeigen?

Wir trafen uns also, ich habe am vereinbarten Treffpunkt gewartet, dann trat eine nett aussehende Dame an mich heran und lächelte freundlich.

Bist du C. aka TWITTERNAME?”
“Ja – und du bist mein Twittername?”

Genau, hi, ich bin XYZ, willkommen in F.

Dann gings eine Runde durch die Stadt – viel Neues konnte ich ihr leider nicht zeigen, da sie schon so viel von den letzten Besuchen kannte. Schade, dass die Stadt nicht noch mehr zu bieten hat – aber immerhin gabs ein paar Schweißtropfen, als ich dann den Abstecher auf den Schlossberg vorschlug und wir die Sicht über die Stadt vom Berg aus genossen – da kann man immer noch am meisten auf einmal sehen.

Unterhalten haben wir uns auch ganz nett, wie ich fand – coole Einblicke, die sie mir da in ihre Welt gewährt hat. Eine Welt, die doch so anders ist als die meine, obwohl wir vom Alter her eigentlich gleichalt sind. Mit Bachelor und Master ist sie auf einer anderen Schiene und jetzt mit der Doktorandenstelle in einer anderen Welt als ich mit meinem Studenten-Dasein, der Diss nebenher und noch keinem richtigen Abschluss in der Tasche. Schade nur, dass man sich wohl nicht mehr sehen wird, dazu ist die Entfernung zu groß und ich kann den Gegenbesuch bei ihr gar nicht so schnell antreten. Aaaaber, wer weiß, ich will ja eh noch in ihre Stadt, weil dort auch die alten Famulatur-Bekannten wohnen und ich die mal besuchen gehen wollte im Sommer. Vllt schau ich dann ja in ihrem Labor vorbei?! :) (wenn du das liest: dasist ne kleine Drohung *lach*)

Am Ende gabs dann noch nen Tee bzw. KiBa (auf Kaffee hatten wir beide keine Lust) im UniCafe und dann musste sie Schlaf nachholen gehen, weil die letzte nacht mit Party zu kurz war und der Posterpreis in 1h ausgelobt wurde – Powernapping :P

Und ich fuhr heim. Ich hätte sie auch abends noch in die Clubs der Stadt begleitet, aber dazu gabs ja ihre Arbeitsgruppe und das gemeinschaftliche Weggehen mit den Konferenzteilnehmern. Tjahaaa :D

Also zurück in die virtuelle Welt.

to be continued

P.S.: gerne beim nächsten Twitter-in-my-City wieder als Stadtfüher buchbar :P

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