eine unerwartet schnelle Antwort und ein Umzüglein
eine unerwartet schnelle Antwort
Der aktuelle Stand meiner Dissertation ist der, dass ich die vom Hauptbetreuer nach 6 Monaten vorgeschlagenen Korrekturen eingearbeitet und ihm die überarbeitete Version erneut zurückgeschickt hatte. Auf eine schnelle Antwort hatte ich gar nicht gewartet, mindestens mehrere Wochen bis hin zu mehreren Monaten dachte ich, dass er wieder brauchen würde, um die Korrekturen erneut zu überfliegen (die ich schön mit Kommentarfunktion hervorhob) und dann beim Professor und Chef des Departments einen Termin auszumachen, um ihm von seinem Glück zu erzählen, dass eine weitere Arbeit in seiner Klinik erstellt wurde und er der Gutachter würde. Welch Freude da wohl aufkommt…
Zum Ende der vergangenen Woche wollte ich mich dann wieder mal in Erinnerung rufen und schrieb meinem Betreuer eine Mail. Ganz nett soweit, erkundigend, wie der Stand der Dinge sei und ob die Korrekturen jetzt so in Ordnung seien oder ich noch irgendwo etwas ändern müsse. Eine Antwort hatte ich aus Erfahrung nicht erwartet, sondern vielmehr, dass ich in wenigen Wochen erneut eine Mail hinsenden würde und das Spiel wieder von vorne losginge, bei dem ich ihm ewig und drei Tage nachlaufen müsse. Aber denkste! Nichts wars.
Am Sonntag trudelte eine unerwartet schnelle Antwort vom Betreuer ein, der mit der Korrektur zufrieden war und meinte, soweit sei jetzt alles gut und nur eine Tabelle bei ihm im Design auf zwei Seiten gerutscht – aber über das Design muss er sich noch keine Gedanken machen, denn das werde ich noch von mind. zwei Korrekturlesern aus der Familie kontrollieren lassen, bevor ich die Arbeit in Druck gebe. Außerdem kann das beim doc-Format ja immer passieren…. und das hatte ich ihm gesendet, denn in pdf wurde eine deutlich größere Datei erzeugt (wohl wegen der Grafiken?).
Außerdem schrieb er:
Ich werde ihn [Professor und Chef der Klinik] dann baldmöglichst um einen Termin bitten und das weitere Procedere klären (und mich auch um einen Zweitkorrektor kümmern).
Gratulation zur schönen Arbeit.
Ist das kein schönes Balsam auf meine Seele?! Ich bin gespannt, wie lange ich nun warten muss, bis der Termin vereinbart ist – der Professor ist noch bis zum Wochenende in Urlaub, vielleicht schafft mein Betreuer es ja für kommende Woche einen Termin auszuhandeln. Ich fragte sicherheitshalber, ob ich dabei sein sollte (hoffe aber, wenn der Termin kommende Woche ist, dass dem nicht so sein wird, denn da bin ich dann in Urlaub).
So langsam sehe ich ein Licht am Ende des Tunnels. Nächster Schritt ist also, dass der Professor die Arbeit mal überfliegt (lesen wird er sie eh nicht) und dann mit dem Zweitkorrektur auch das abgeklärt wird (wir nehmen vllt den Lehrbeauftragten aus der Radiologie). Danach kann ich die Korrektur lesen lassen (so viel sollte da nicht mehr zu korrigieren sein) und dann darf ichs drucken lassen und einreichen. Hach. Vielleicht wird das ja noch was bis Ende August mit dem Einreichen, bevor ich von hier ins PJ weggehe. Wäre einfach genial.
Was war das für ein niedliches Umzüglein, was ich am Sonntag Abend mitgemacht habe? Kollege, ich, ein Onkel, die Mutter und eine Kollegin als fleißige Helfer für die hertransportierten Möbel der Kollegin, die im Wohnheim noch ein wenig ihrer Möbel brauchte (die sie wegen eines Auslandaufenthaltes daheim zwischengelagert hatte). Gefasst war ich auf einen bis unters Dach vollgestopften Sprinter. So wie bei den anderen Umzügen, bei denen ich geholfen hatte. Und das sind inzwischen einige, mind. 10 Stück in der Zeit, die ich hier verbringe. Allein 3 Stück nur zu zweit mit meinem Kumpel, der ständig umgezogen ist. Außer bei ihm (da hatten wir außer meinem Auto nichts) war jedes Mal ein Sprinter/Transporter bis unters Dach tetrisartig gestapelt gewesen. Und es gab ne Menge zu schleppen.
Bis auf dieses Mal. Wenn ich drüber nachdenke, ist es fast logisch, dass nicht so viel zu schleppen war, denn wohin hätte das alles in dem räumlich begrenzten Zimmer im Wohnheim auch sollen? Aber dass wir so viele helfende Hände wären und so wenig zu tragen… das war schon lustig. Da war die Anfahrt und Heimfahrt mit dem Fahrrad durch den Regen länger als die eigentliche Ausladeaktion. Denn außer zwei IKEA-Schränkchen bzw. Regal, deren Einlagebrettern und zwei Kartons gabs nichts zu tun. Dazu vor Ort ein Aufzug, sodass wir einfach nur aus dem unmittelbar vor der Tür parkenden Auto die Sachen in den Aufzug stellten und kurz darauf ins Zimmer trugen. Fertig. Aufbau gabs ebenfalls keinen, denn den machten sie dann am darauffolgenden Tag, nachdem klar war, wie die Möbel stehen müssten.
So kam es, dass ich nach nicht mal einer Stunde wieder daheim war. Wenn jeder Umzug so schnell und leicht zu managen gewesen wäre…. *hach* Wobei, Sprinter-Tetris macht immer noch am meisten Spaß. Wenn man eine leere Ladefläche hat und dann bis unters Dach stapeln kann, optimiert, optimal und brechend voll. Sodass nichts mehr umfallen kann, weil es bis zu den Türen jeden Millimeter ausnutzt. Das mag ich. Da bin ich sehr gut drin. Tetris-Spieler halt :p
to be continued



