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22.06.2012 / stega

die Woche auf dem Sattel

Um euch nach den Berichten zum Rennradurlaub am Lago Maggiore nicht mit zu vielen Rennrad-Beiträgen zuzukleckern, gibts einfach jetzt zum Wochenende eine Zusammenfassung der Touren, die ich in der vergangenen Wochen fahren konnte. Alles auf einen Schlag und in einem Beitrag komprimiert.

Montag:

Wetter: starker Gegenwind auf der Runde gen Süden, schöne Sonne, Hitze bis über 31°C
Befindlichkeit:  Beine nach den Tagen am Lago noch schwer, sodass das Treten schwerer als sonst ging (oder lags am Wind?)

62,9km, 2h, (/) 31 km/h | max 50km/h, (/) 99 upm | max 116 upm
(/) 153 bpm | max 180 bpm, 1499 kcal

Donnerstag:

Wetter: sonnig mit Wolken, zwischendurch sah es aus, als ob es bald regnen würde (so wie DI/MI kein Rennrad-Wetter wg starken Wolken und Niesel war)
Befindlichkeit: mit Kollegin nach langer Zeit wieder gerollt, die nicht so leistungsstark ist, was meiner Regeneration gut tat (siehe Puls). Leider meinte sie aber, dass mich ihre halbe Lebensgeschichte, die sie in den letzten 4 Wochen erlebt hatte, in Realtime interessieren würde und quasselte mir über 2 Stunden ohne Punkt und Komma, dafür aber umso mehr Namen und Verbindungen der Protagonisten untereinander, die Ohren blutig. Ruhe kam erst auf, als es kurz den Berg hochging bzw. als wir den Hügel wieder runterrollen konnten. Ein Glück, kurze Entspannung. Ansonsten rollten wir (für meinen Geschmack fast schon zu) langsam durch die Gegend. Immerhin hatte ich ihr abgetrotzt, dass wir erst um 10.15 Uhr starteten und nicht schon um 9, wie sie wollte. Wtf?! Unterwegs: Gruß von Anwohner, der vor seiner Scheune im Schatten saß und uns zurief, wir sollten lieber runterschalten, denn der Anstieg sei steil. Sehr süß! :)

64km, 2:28h, (/) 26km/h | max 60km/h, (/) 88 upm | max 117 upm
(/) 121 upm | max 178 bpm, 1226 kcal

Freitag:

Wetter: schön sonnig, Wind von Süden her, nicht mehr so warm (23°C)
Befindlichkeit: gleiche Tour wie am Donnerstag geradelt (bis auf das Ende), dieses Mal mit Kumpel – also ohne großes Gequassel, dafür schneller (zumindest bis Kilometer 48, dann brach er leistungstechnisch leider sehr stark ein).
besondere Vorfälle: zwei Mal beinahe umgefahren worden (das erste Mal meinte jemand mitten auf den Radweg fahren zu müssen, damit sein Beifahrer aussteigen könne und schaute nicht, dass wir da als Radfahrer herangefahren kamen, das zweite Mal meinte eine halbtote Oma sie müsse mitten auf der Straße wenden und der Wendekreis versperrte plötzlich auch meine Straßenseite, sodass ich ihr fast auf die Motorhaube gekracht wäre, was ich lautstark protestierend ihr klarzumachen versuchte). Bei der Abfahrt vom Hügel stürzt mein Kollege nach einer 180° Kurve beinahe, als er zu schnell wieder mit Treten beginnt und das Pedal den Boden berührt. Zum Glück ist bei > 40km/h nichts passiert, außer, dass seine Trinkflasche das Weite suchte. Ich sah mich schon wiederbeleben.

61,5km, 2: 11h, (/) 28km/h | max 60km/h, (/) 93 upm | max 115 upm,
(/) 131 bpm | max 179 bpm, 1266 kcal

Morgen ist eine Tour auf den Belchen geplant, den wir dieses Jahr noch gar nicht erklommen haben. Mal schauen, wie das wird. :)

to be continued

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  1. Michael / Jun 25 2012 20:11

    Ich hab mal wieder ein ganz blöde Frage: Warum hast Du eigentlich diese Strümpfe nach den Touren angezogen? Hattest Du Angst vor einer Thrombose?

    • stega / Jun 25 2012 20:21

      Gute Frage Michael! Ich habe sie an, weil ich darüber gelesen habe, dass sie die Regeneration durch die Kompression der Beine verbessern. Es gibt auch professionelle Strümpfe, die man kaufen kann und die Ausdauerathleten auch während der Wettkämpfe anhaben (meist reichen die Kompressionsstrümpfe dann nur bis zu Knie). Mir reichen die klinischen Thrombosestrümpfe aus, da spar ich mir das Geld (und vllt bisschen Komfort)

      Der gewünschte Effekt an den Strümpfen ist, dass sie durch die Kompression einerseits verhindern, dass die Beine dick werden (deswegen tragen Operateure und Schwestern die Strümpfe teilweise auch im OP) und somit die Regeneration verlängert ist, andererseits sollen sie den Abtransport der entstandenen Metabolite aus den Muskeln verbessern und den Blutstrom in den Venen optimieren (im Prinzip entspricht der letzte Punkt der Anti-Thrombose-Prophylaxe im Krankenhaus).

      Ich habe die Strümpfe bei der TransAlp damals genutzt und ab und an nach längeren Touren daheim auch, ich finde (und sei es nur eingebildet – auch Einbildung ist ne Bildung), dass sie schon etwas bringen und die Beine nicht so schwer sind abends dann (und nach langen OPs sind sie nicht so müde, ich hab das mal getestet und werde wohl öfters solche Strümpfe tragen, wenn ich in die Allgemeinchirurgie gehe und dort 5-6h am Tisch stehen muss).

      Ob es wirklich klinische Studien dazu gibt, weiß ich aktuell gar nicht, werd ich mich aber bestimmt irgendwann mal schlau machen und nachforschen in den weiten der Medizindatenbanken :)

Trackbacks

  1. mal wieder auf den Kandel « LifeReport

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