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10.08.2012 / stega

Kurztrip nach Hamburg – Tag 2

Was an Tag eins geschah….
Der zweite Tag in Hamburg begann mit… Regen. Aufwachen und den Regen gegen das Hotelfenster hören. Mein Kumpel springt aus den Federn, als der Wecker klingelte (was er auch nur diesen einen Tag machte, wohl zu viel überschüssige Energie), stürmt ans Fenster und man spürte richtig, wie die Motivation sank. Regen. Dabei hatten wir doch für den Morgen die Stadttour mit Sandeman geplant! Sollte die jetzt wirklich ins Wasser fallen?

Zunächst genossen wir erst einmal das Frühstück, das ganz gut war. Normalgroße Auswahl mit Ei, Omelett, Wurst, Käse, Brötchen, Müsli, Quark, Jogurt etc…. man wurde mehr als satt. “isst du immer so viel morgens?” – “nein, nur, wenns in Bufett-Form angeboten wird, sonst bin ich zu faul“.

Siehe da, nach dem Frühstück hatte der Regen aufgehört und die Wolken begannen sich zu verziehen. Super, also doch kein Museumstag, sondern Stadtführung und draußen sein. Ein wenig zu früh kamen wir am Rathaus an, schauten uns schnell noch den Innenhof an, bevor wir dann zum Treffpunkt der Touren dackelten und dort nach kurzer Wartezeit mit einer schnuckligen Stadtführerin zur Außenalster los. Bevor es losgehen konnte zunächst aber Einreihen in eine Warteschlange und kurzes “Registrieren” – eher “Wie habt ihr von uns erfahren” und “in welchem Hotel wohnt ihr”. Das wars schon.

Die Tour war, um es kurz zu machen, sehr informativ, ging drei Stunden, wir sahen jede Menge (auch, was wir schon am Nachmittag davor gesehen hatten): Rathaus, Außenalster samt Geschichte Hamburgs, St. Petri, St. Jakobi, Deichstraße, Chilehaus, Speicherstadt, HafenCity, St. Nikolai, ….. zwischendurch gabs ne kurze Pause “let’s get refreshed guys“, in der wir uns mit Kaffee und Muffin stärkten. Weiter ging es in der typisch motivierenden Art von Briten/Amerikanern, die alles “sooo nice, soooo good, unbelievable, the hiiighest …, can you imagine” finden. Und dabei war sie so süß… *hihi* und auf dem Weg zwischen zwei “very very important” Sehenswürdigkeiten (Kirchen) liefen Kumpel und ich sogar mal zufällig ganz vorne und prompt waren wir im Gespräch mit der Führerin. Warum sie in Hamburg ist (seit 3 Jahren, eigentlich Londonerin), was wir in Hamburg tun (just finished our studies) und dergleichen. Ich muss zugeben, sowohl mein Kumpel als auch ich, fanden sie sweet (vielleicht war die Tour ja deswegen so toll *haha* Scherz, sie war auch so echt gut! Auch mit unseren testosteron-getriebenen Gedanken und Sprüchen zueinander danach :D )

Am Ende gibt man dann sein Trinkgeld und bekommt ein “thank youuuuuu” zurück – wir zwei Kerle (es waren eh nur 4-5 Jungs dabei, die anderen alle in weiblicher Begleitung) sogar ein “nice having you met“. Haaaaaa. “Forget about the tip, let’s get to the hotel babe” ^^ Männer. Ich kann die Tour aber echt empfehlen, v.a. weil man sehr viel sieht und viel gezeigt bekommt (auch wenn es auf Englisch ist – man versteht das erstaunlicherweise sehr gut, vllt auch, weil sie ein reines London-Englisch sprach). Überlegt haben wir uns, dass das ein geiles Konzept ist, weil die Führer ja eigentlich “schwarz” arbeiten, denn sie bekommen nur Tips, aber kein Gehalt – müssen damit auch keine Steuern zahlen (geben aber bestimmt einen Anteil an die Organisation ab). Und schon sind alle zufrieden. Echt tolles Konzept. Wurde ja auch von einem Elite-Uni-Student entwickelt. Der weiß bestimmt, wie man mit Geld umgeht. Harhar.

Nach der Tour ging es nahtlos weiter durch die HafenCity, zum Headquarter von Unilever und einmal mitten durch. Dabei genehmigten wir uns ein Eis, bei mir ein sog. Swirl (warum gibts das hier im Süden nicht? besser als jeder Eisbecher, weil man sich zunächst sein Grundsofteis wählt und dann 5 Zutaten dazugeben darf aus ner Palette von ca 15 (Erdbeerstücke, Ananas, Melone, Cookie, Brownie, Smarties, Schokostreusel, Mandeln,….) und das ganze dann wie ein McFlurry durchgemixt wird. Ein 0,5l becher voll mit Eis. Das war lecker und viiiiel. Super!

Entlang des Hafenwassers gings dann zum Fährableger und mit der Fähre wieder vor in Richtung Landungsbrücken. Ab zum U-Boot-Museum (U-434) und dort dem Wunsch meines Kumpels gefolgt, der sich das U-Boot ansehen wollte. Ich merke, warum ich nicht fürs U-Boot-Fahren geeignet bin: viel zu groß. Da unten ist ja so eng, dass ich nicht grade stehen kann. Und Platzangst kann man auch bekommen in den engen Gängen, Durchrutschlöchern und Betten, in die ich nicht liegen könnte, weil viel zu kurz. War interessant die viele Technik zu sehen, aber wir waren beide froh, als wir wieder an der frischen Luft waren.

Nach dem U-Boot ging es weiter nach St. Pauli, zu Fuß versteht sich. Die taten eh schon mordsweh, aber Rücksicht konnten wir uns nicht leisten. Ab auf die Reeperbahn (bei Tage, was solls) und dort einmal drüber und Abstecher zur Großen Freiheit. Die Kirche am Ende der Lustmeile war lustig, schaut euch die Fotos an. Gottesdienst am Sonntag Morgen um 8.30 Uhr – da können die Feierwilligen der Nacht gleich da bleiben. “geschockt” waren wir von den Preisen in den “Schaufenstern”: 0,2l Wasser für 25 Euro, alles andere noch viel viel teurer. Wahnsinn, aber gut, man bezahlt dann ja auch gleich für die Show, die man sieht. Trotzdem zu viel für unser Studentenbudget und deswegen hatten wir auch keine Probleme damit, nicht in eines der Läden (die eh noch großteils geschlossen hatten) zu gehen.

Stattdessen wendeten wir uns wieder der Stadt zu, nochmal in Richtung St. Michel, sind dann dort aber nicht auf den Turm, weil der Himmel weiter zugezogen hatte und es schon dämmerte. Stattdessen ab zur Außenalster und neuer Wall-Edelstraße. Von dort zurück zur Deichstraße, auf der wir am Mittag mit der Stadtführung waren und auf der Suche nach etwas zu Essen. Das fanden wir dann in einer Pizzeria (die von einem Inhaber geführt wurde, dessen Nationalität wir bis heute nicht zuordnen können, weil wir die Sprache, in der er sich mit seinem asiatisch-aussehenden Koch unterhielt, so gar nicht zuordnen konnten). Die Pizzen waren nicht allzu groß, schmeckten wie eine Fertigpizza von Wagner, aber was will man machen, wenn man Hunger hat.

Weiter ging es nach dem Essen in Richtung Speicherstadt, denn dort hatten wir um 19.30Uhr den Eintritt ins Miniaturwunderland gebucht. Und das nach dem bereits lange und viel Kilometer umfassenden Tag!

Um 19.30Uhr dort rein und los gings. Noch war einiges los, im Verlauf des Abends wurde es aber (zum Glück) leerer, sodass wir dann um 23.30Uhr relativ alleine und mit viel Platz unterwegs waren. Der Foto gab nach 2h seine Batterie auf (hatte ja auch den ganzen Tag schon > 350 Fotos geschossen), sodass ich dann aufs Handy umsteigen musste. Beide machen leider keine so tollen Makrofotos (das Handy noch schlechter als der gut fünfjährige Foto), aber trotzdem sieht man in Ansätzen, wie detailverliebt, wie groß das Miwula ist und wie viele Eindrücke es bietet. Man wird förmlich erschlagen… Wort des Abends meines Kumpels: “verrückt”. Es gibt so viele Details, hinter jedem Fenster eines Hauses verstecken sich kleine Figuren und Geschichten, überall Details zu entdecken, dazu die vielen Züge, Schienen, Blinkdinger, Szenen…. und Knöpfe, mit denen man selbst Aktionen auslösen kann. Alle 15 Minuten wird es dann dunkel – auch hier detailverliebt von Osten nach Westen in den verschiedenen Landschaften des Wunderlandes, sodass nicht alles auf einmal dunkel wird, sondern so langsam die Abenstimmung rüberschwappt und am Morgen die Sonne zuerst im Osten und dann Richtung Westen aufgeht. Krasse Sache… nachts kommen dann v.a. die vielen Licher zur Geltung (weniger die kleinen Details).

Um 23.30 Uhr waren wir dann mit allem durch und als Fazit muss ich sagen: ich würde, wäre ich nicht jetzt drin gewesen, sofort nochmal hinfahren. Allein schon für das Miwula würde ich den Trip nach Hamburg erneut machen wollen… echte Empfehlung! Wer kann, sollte eher abends hingehen, denn dann wirds leerer. Tagsüber kann ich mir vorstellen, dass es schon recht voll ist und man dann nicht so leicht direkt an die Welten kommt, sondern in zweiter und dritter Reihe steht und die Details gar nicht so gut sehen kann.

Ihr könnt euch vorstellen, dass wir um kurz nach 0 Uhr völlig fertig nach über 14 Stunden auf den Beinen im Hotel ankamen und schnell ins Bett fielen und einschliefen. Was für ein anstrengender, aber guter Tag!

Tag 3 folgt….

Fotos des Tages: Miniaturwunderland:
Hamburg – Tag 2
MiWuLa

to be continued

LifeReport-History: vor einem Jahr: "Chirurgie OSCE - ich hätte da eine Bitte"
LifeReport-History: vor zwei Jahren: "mein erstes Mal... als Astronaut im OP"
LifeReport-History: vor drei Jahren: "überschwappen"

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  1. Mona / Aug 22 2012 12:39

    Oh, ja. Ich war damals auch in dem Miniaturwunderland und würde es bedingungslos weiterempfehlen! Mir haben aber leider auch die Füße total wehgetan, weil wir den Tag ganz viele km zurückgelegt haben… Deswegen hab ich die letzten Räume garnicht mehr so mitbekommen…
    Beim nächsten Mal dann. :)

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