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11.08.2012 / stega

Kurztrip nach Hamburg – Tag 3

Was am ersten und zweiten Tag geschah….
Der dritte und damit schon fast letzte Tag in Hamburg begann… sonnig. Jui! Sehr schön. Erneut ein üppiges Frühstück genossen, bevor es dann wieder zu Fuß (diese schmerzten immer früher) in Richtung HafenCity ging. Vorbei am ZDF-Studio und dem SPIEGEL-Hauptquartier (was für ein Protzbau!) in Richtung Maritimes Museum. Dort wollten wir ein paar Schiffsmodelle sehen. Ein paar! Nicht so viele, wie wir nach 5 Stunden im Museum gesehen haben. Es war … hart. Viel. Zu viel. Eintrag im Gästebuch: “we did it!”.

Zunächst in der Eingangshalle ein großes Frachtschiffmodell, wenig Details, sodass ich zweifelte, ob das Eintrittsgeld wirklich sinnvoll eingesetzt wird. Immerhin waren wir vom Wunderland verwöhnt. Im Erdgeschoss (natürlich) u.a. Titanic und deren Unglück. Naja, hoffentlich kommt da noch mehr? Sonst wirds echt langweilig. Wir sollten mehr sehen… viel mehr. Viel zu mehr. Hahaha. Erste Etage war Verkaufsfläche von Bloom&Voss (Werft), die ihre gesamt Firmengeschichte auf Tafel präsentierte und einige der gebauten Schiffe als Modelle zeigten. Wir, motiviert und frisch am Morgen, lasen fast jede Tafel und lernten ne Menge – vielleicht auch aus Verzweiflung, weil wir dachten, viel kann nicht mehr kommen. Wir sollten uns so irren. Denn nun entdeckten wir, dass es ein weiteres Stockwerk gab. Dort angekommen (ich kann die genaue Aufteilung der Themen zu den Stockwerken nicht mehr zusammenbasteln, deswegen gebe ich sie hier einfach schematisch wider) jede Menge historischer Segel- und Ruderschiffe. Modelle, Modelle, Texttafeln. Puh, viel zu lesen, viel zu sehen. Viel zu laufen, die Beine taten schnell wieder weh, man hatte seine Reserven an den vorausgegangenen Tagen schon verpulvert.

Auf Etage zwei sah man erst, dass es eine dritte und vierte gab. Puuh, also noch mehr? Dort gabs dann jede Menge zu Navigation, Echo, Signalen etc. Und zu Bekleidung der Kapitäne, Marinen, Soldaten. U.a. ca 35 Schaufensterpuppen mit den jeweiligen Uniformen. Puuuh. Daneben eine ca 10 m lange Schaukastenwand mit hunderten Abzeichen, die man sich ergattern kann. Eine Liste daneben, die zu jeder Nummer auflistete, was das Zeichen / Medaille bedeutet und woher es stammt. Hätte man besser lösen können, wenn man die Beschreibung gleich unter die Schaukästen gehängt hätte und nicht jedes Mal Blättern müsste. Im weitern Verlauf wurde das u.a. zum running gang: “weißt, was man noch hätte zeigen können? So Abzeichen und Medaillen. Und dann einfach ne lange Schautafel und daneben so ne Liste mit den Erklärungen. Hätte was.” oder aber “Weißt, was wir jetzt fast gar nicht gesehen haben? Uniformen!”

Der Humor schlug so langsam in Zynismus um… viel zu viel zu sehen. Als nächstes warteten Kriegsschiffe auf uns. Jede Menge, man dachte, sie haben von jedem Schiff, das jemals das Wasser berührte, ein Modell und eine Texttafel dazu (der Nachteil an den Tafeln: alle nur auf Deutsch. Schlecht für ausländische Besucher!). Weiter gings auf zwei neu entdeckten Ebenen (das ist psychologisch fies, weil man von unten nicht sehen konnte, wie viele Decks es gab)…. u.a. mit Segelschiffen aus aller Welt, mit aus Knochen geschnitzten Schiffmodellen von Gefangenen. Neue Ebene: Malerei und Kunst, in der Schiffe vorkamen. Spätestens hier hatten wir genug und übersprungen die Ebene. Dabei hätte ich meinen Kumpel fast noch zur Führung, die für 15 Uhr angekündigt wurde, angemeldet *hihihi* Wie kann man bloß….

Nach kurzer Kaffeepause ging es dann weiter mit Tourismus-Schiffen (Aida, …), danach standen Frachtschiffe und die Geschichte der Fracht auf dem Plan – ein Thema, das ich wiederum sehr interessant finde, v.a. auch faszinierend. Man konnte u.a. durch einen Container laufen, erfuhr, dass die Transportgebühren von Asien nach Europa nur noch 16 Cent betragen etc etc…. trotzdem: viel zu viel. In einem Seitenraum standen jede Menge U-Boote, davor schon in einem Seitenraum Dampfschiffe… man wurde richtig erschlagen von den vielen Modellen.

Im letzten Deck kam dann der finale Schlag: Miniaturmodelle. Zig tausend in glastürigen Schauschränken, mehrere Reihen.. was es nur so gibt und geben kann. Spätestens hier waren wir völlig erschlagen und hechteten nur noch durch. Da konnten selbst die zwei Modelle von Häfen (Rotterdam und irgendwas anderes (ihr seht, man war nicht mehr aufnahmefähig) die Sache nicht mehr herausreißen.

Nach 5 Stunden (!!!) fahren wir endlich durch und froh frische Luft schnappen zu können. Erst mal stärken und Kekse futtern, kurz nieselte es (das einzige Mal, dass wir Regen abbekamen, ansonsten war es immer nur wolkig und windig, aber nie nass). Danach pilgerten wir weiter; es war viel später als gedacht.

Mit dem Bus (die Füße taten so weh) gings in die Stadt zurück und ab nach St. Petri, wir wollten noch schnell vor Ende der Besuchszeit auf den Turm aufsteigen (@pescum hatte uns das empfohlen – danke dafür!). 30min vor Schluss durften wir als Letzte hoch, ein Glück, dass nichts los war, denn der Aufstieg war… abenteuerlich, aber deswegen umso interessanter. Enge Treppen, offene Stufen und mitten drin immer wieder eingezogene Ebenen. Krass. Ganz oben unter der Spitze dann wenig platz (deswegen gut, dass wir alleine oben waren), durch Bullaugen konnte man einmal über die Stadt schauen und spürte den Wind gegen den Turm schlagen (es schwankte leicht oO).

Ab nach unten gings und dort wurden wir von den netten Damen sogar mit Wasser versorgt. Und in einem kleinen Plausch über unseren Besuch in Hamburg ausgefragt. Nett!

Über die Mönckebergstraße und dem Adidas-Laden gings dann weiter, ein kurzer männlicher Shoppingtrip also. Rein, raus, fertig. Eigentlich wollten wir nur die Zeit totschlagen, bis wir endlich essen gehen konnten. Kurzer Abstecher an die Colonnaden, dann hatten wir wirklich genug und der Weg endete in der Europapassage beim Asiaten Ying Yang. All you can eat für 12,90 Euro – kann man sehr empfehlen, wir futterten, was das Zeug hergab. Auf 9 Teller kam ich nachher, die ich vollgeladen hatte – es traf sich gut, da ich eh mal wieder AYCE beim Asiaten essen gehen wollte. Perfekt – und lustig, denn wir hatten in den drei Tagen in Hamburg nicht ein einziges Fischmenü. Erst Burger (amerikanisch), dann Pizza (italinisch) und schließlich asiatisch. (und kaum war ich den Tag darauf daheim machte ich mir Fischstäbchen :D ).

Nach dem Essen waren wir so fertig und kaputt, dass wir nur noch schnell im Rewe einen Wein kauften (natürlich einen vom Kaiserstuhl :p) und dann in Richtung Hotel trotteten. Schmerzende Beine, schwere Augen und keine Lust mehr auf Reeperbahn bei Nacht. Ging einfach nicht mehr. Stattdessen um 21.30Uhr im Hotel ankommen und fertig aufs Bett fallen.

Bevor wir einschliefen schnell noch den Zug für den kommenden Tag suchen und dann ratzepüüüüh.

die Heimfahrt wird nur ein kurzer Bericht, dieser folgt dann noch :)

Fotos des Tages:

Hamburg – Tag 3

to be continued

LifeReport-History: vor drei Jahren: "Erinnerungen und Lieder"
LifeReport-History: vor drei Jahren: "ein Hirnnerv"

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