Skip to content
21.05.2015 / stega

Farin Urlaub Racing Team

Farin Urlaub Racing Team (FURT) – zum zweiten Mal habe ich die Band nun live erlebt, dieses Mal in Zürich im Komplex 257. Auch, wenn das neue Album mich eher enttäuscht hat und nur eine Handvoll Lieder meiner Meinung nach zum mitwippen animieren, habe ich mir Karten für die Tournee besorgt (klar, dass die Preise für Zürich die teuersten waren) und war gespannt, wie das Konzert verläuft.

Leider war ich körperlich nicht ganz auf der Höhe nach einer durchstandenen Magen-Darm-Grippe, aber das Konzert lasse ich mir nicht entgehen! ;) Wie schon gedacht, sind die Schweizer ein sehr zurückhaltend und nettes Publikum: um 19 Uhr war Einlass und die bereits Wartenden standen brav in einer fein säuberlichen Schlange. Kein pöbelnder Mob, kein Gedrängel. Schön einer nach dem anderen durch die Ticketkontrolle. Was ich da für Szenen in Mannheim beim Ärzte-Konzert schon erlebt habe!

Der Komplex 257 war deutlich kleiner als auf den Fotos vorher gedacht; richtig schnucklig! Als ob es sich um eine Clubtour handeln würde! Ich hatte FURT das letzte Mal OpenAir bei “das Fest” in Karlsruhe erlebt – da waren über 10000 Leute auf dem Gelände. Und die Ärzte in der SAP-Arena in Mannheim, die bekanntlich nicht die kleinste Halle ist. Und nun ein so kleiner Ort, in dem vielleicht maximal 500 (?) Leute reinpassen… krass!

Auch hier wieder: kein Gedränge, kein Rumgeschubse, nichts. Wir standen am Absperrgitter zur Technikinsel, keine 15 Meter bis zur Bühne – so nahe wie nie zuvor. Und doch ausserhalb des Bereiches des Pogos. Darauf hatten wir nur bedingt (bzw. keine) Lust (das Alter, das Alter! ;) ). Fast pünktlich um 20 Uhr begann das Konzert (die obligatorischen 10 Minuten Verspätung mussten natürlich sein, aber die Schweizer begannen dann statt zu jubeln und die Band Herauszugröhlen zu pfeifen!).

Das Konzert dauerte 2,5h und war ein bunter Mix aus Liedern der alten Platten und der neuen CD – wobei ich das Gefühl hatte, dass v.a. bei den alten Liedern die Menge deutlich mehr Spass hatte und abging als bei den aktuellen Liedern. Die Schweizer waren generell ein eher zurückhaltendes Publikum (und wurden auch so durch Farin begrüsst). Während der Lieder wurde nur selten mitgeklatscht, denn sobald der Liedtext weiterging, hörten alle sofort auf zu klatschen – da hat einer was zu sagen, also halt, hören wir ihm zu. So witzig! Pogo gab es natürlich, aber der Rest war sehr verhalten.

Von Farin kam leider auch nicht ganz so viel wie bei den anderen Konzerten, die ich von und mit ihm gesehen habe – keine Sitzlaola oder dergleichen (gut, bei der engen Location; aber es hätte eine Galerie oben gegeben, die man gegen die Leute “da unten” antreten lassen hätte können…). Ein wenig enttäuscht bin ich da von ihm, dass er sich so zurückgehalten hat; vielleicht hätte man aus uns noch mehr rausholen können, als er es getan hat.

Nach 2,5h war das bunt gemischte Potpourri der Lieder dann zu Ende und die Menge strömte brav nach Hause. Einen letzten Aufreger gab es noch im Parkhaus, in das man zu Beginn ohne Schranke einfahren sollte – am Ende dann standen zwei Security-Menschen da und verlangten pauschal 20 CHF Parkgebühr. Die spinnen, die Zürcher! 20 CHF für 3h Parkzeit. Aber was solls… ist halt teures Parkpflaster (in Lugano haben wir Rappen fürs Parken gezahlt! Rappen!).

Mal wieder einen schönen Abend mit guter Musik gehabt. viel Spass euch, die noch hingehen werden!

to be continued

13.05.2015 / stega

Aufgefallen

Nach drei Tagen mit längeren Rennradtouren (dank der Kompensation zwischen Früh- und Spätdienst des Notfalls) habe ich mal wieder zwei Dinge erlebt, die in der Schweiz anders sind als daheim in Deutschland:

– Bäcker: in Deutschland findet man, zumindest noch (!), in jedem kleinen Dorf mindestens einen Dorfbäcker – und sei es nur eine Filiale einer grösseren Bäckereikette. Man geht rein, sucht sich was aus der Auslage aus (hat genug Auswahl!) und hat schnell was zu essen. Das gibt es hier in der Schweiz irgendwie nicht. Ich hatte das bereits auf einer Rennradtour mit Hungerast im vergangenen Jahr bemerkt, dass man nirgends mal “grad schnell” anhalten und sich ein Brötchen kaufen kann. Jetzt ist mir das (auch ohne Hungerast) wieder aufgefallen, als ich kurz über die Grenze radelte und prompt drei Bäcker in einem kleinen Dorf incl. der Backabteilungen der grossen Discounter zur Verfügung hat. Aber dafür hat jedes Dorf in der Schweiz mind. eine Tankstelle und mind. einen Autohändler.

– Eisdielen: auch das ist etwas, was wir in Deutschland so kennen: beinahe jedes Dorf hat eine meist von Italienern geführte Eisdiele, an der Kinder wie Erwachsene im Vorbeigehen, aber auch an kleinen Tischchen Eis essen oder Eisbecher kaufen können. In der Schweiz gibt es das gar nicht; Eisdielen sind sehr rar (ich erinnere mich an keine, die mir aufgefallen sei ausser Eisbecher, die man vielleicht in einem Café erhalten kann oder Industrieeis aus den Tiefkühlabteilungen von Migros und Co). Aber im Dorf mal eben anhalten und sich ein Schlotzeis an der Eisdiele zu kaufen…. irgendwie scheinen das die Schweizer nicht zu mögen oder zu kennen.

Schade eigentlich, dass es beides hier nicht zu geben scheint.

to be continued

10.05.2015 / stega

Immer wieder sonntags … | 2015 – KW 19

| GESEHEN | Aufgetischt!-Künstler, meine Eltern auf Besuch | GEHÖRT | Strassenkünstler (u.a. Sven Wildöer) | GETAN | Notfalldienst, mit Eltern gegrillt, Strassenmusikfestival besucht | GEGESSEN | Risotto | GETRUNKEN | Wein | GEDACHT | endlich Notfallabwechslung | GEÄRGERT | abwesender Oberarzt auf dem Notfall, was zu Chaos führt | GEFREUT | schönes Wochenende mit Eltern und auf aufgetischt! | GEKAUFT | nicht gekauft, aber in den Hut geworfen (Strassenkünstlerhut) | GESTAUNT | erste Sommertage und wie schnell man braun wird

to be continued

07.05.2015 / stega

Ausflug an den Lago Maggiore

Nachdem das Problem mit dem Cabrio gelöst war und wir einen Tag später als geplant auf unsere Tour starteten, hatten wir wenigstens am ersten Tag richtig viel Glück mit dem tollen Wetter, das uns nach dem Durchfahren des Gotthard-Tunnels (Pass war leider gesperrt) erwartete. Vor dem Tunnel rund 10min Zeitverlust aufgrund vieler Holländer, die in ihre Ferien starteten, aber dann flutschte es nur so, bis wir schliesslich in den späteren Morgenstunden in Locarno am See standen und uns die Sonne Italiens äh des Tessins verwöhnte. Dieses Schweiz/Italien-Gemenge da unten ist auch eher so ne politische Sache. Von der Einstellung, Art und Verhalten der Leute sind das doch alles Italiener :D Und vom Fahrstil auf der Strasse sowieso. Dafür parkt man in Locarno wenigstens 1 Stunde für nur 40 Rappen – nicht wie in Zürich 5 CHF pro Minute. Gefühlt.

Nach einem kurzen Spaziergang am Ufer des Lago Maggiore ging es weiter ins Maggia-Tal entlang der Maggia. Ein schönes Tal (mit Cabrio bestimmt noch cooler) und an einer kleinen Einstiegsstelle ans Ufer parkten wir das Auto und liefen durch den kurzen Wald bis an das steinige Ufer des Flusses, wo wir dann mit unserem Picknickkorb erst einmal schön und in aller Ruhe Picknick machen konnten. Da das Wasser so klar und die Sonne so warm war, stapften wir mit nackten Füssen im eiskalten Bergwasser und liessen die Seele baumeln.

Aber dann sollte es weiter gehen und mit dem Auto ging es die Alpe di Negia rauf, wo ich vor drei Jahren bereits mit dem Rennrad raufgefahren war (da war ich mal krass gut trainiert, wenn ich das so aus dem Auto heraus betrachte!). Über den alten Schmugglerweg und Indemini (auch heute ist die Grenze dort völlig verlassen und wer schmuggeln will könnte dies dort problemlos tun) hinunter zurück ans Ufer des Lago Maggiore und nach Luino. Kurz ausgebremst durch einen liegengebliebenen Sportwagen an der Bergstrasse, der abgeschleppt werden musste und deswegen die enge Stelle komplett verstopft und zu beiden Seiten aufgestaut war. Der Polizist leicht überfordert, die Stelle ein Zentimeterspiel aneinander vorbeizukommen; aber es lief. Italien halt. Und jetzt wirklich Italien ;)

In Luino erneut an der Strandpromenade entlang und in ein Café, wo wir uns mit einem Eisbecher verwöhnten, bevor es dann wieder in den Schweizer Abschnitt via Ponte Tresa und Lugano ging. Von dort zurück nach Italien und bis Porlezza (und das bin ich damals alles an einem Tag auf dem Rad gefahren?!) und mit ein wenig Verfahrerei und Sucherei fanden wir unser gebuchtes Bed&Breakfast. Eigentlich im Stil von airbnb bei einem älteren Ehepaar, das zwei Zimmer vermietete. Wir waren die einzigen Gäste in dem recht kleinen Zimmer; wir wollten aber auch nur übernachten und deswegen war das schon ok. Mit dem Frühstück waren wir sehr zufrieden, denn da gab es alles, was das Herz begehrt – sogar frische Crepe und Obstsalat hat uns der Vermieter gemacht!

Leider spielte das Wetter am zweiten Tag nicht mehr mit (wie schon vorher vom Wetterbericht geahnt). Als Alternativprogramm gab es einen Ausflug ins Outlet-Center Foxtown, wo wir shoppen wollten – und viel Geld sparten, weil selbst die reduzierte Markenartikel noch unbezahlbar blieben. Oder weil wir nicht solche Fashionvictims sind, dass wir für ein T-Shirt 150 CHF ausgeben, nur weil da ne Marke draufgedruckt ist.

Mit einer sehr kleinen Einkaufstüte und noch weiterhin relativ tief hängenden Wolken, wagten wir dennoch die abenteuerliche Auffahrt auf den Balcon d’Italia (Sighignola), weil ich vom Rennrad wusste, dass man von dort eine tolle Sicht auf Lugano haben könnte. Die wir leider nicht hatten. Denn die Wolken hingen zu fest.

im Maggia-Tal

Stattdessen gab es ein Picknick auf der Aussichtsplattform und die Rückkehr in unsere Unterkunft. Zum Abendessen erneut in das vom Vermieter empfohlene Restaurant mit guter Pizza (am ersten Tag sehr sehr gut, am zweiten Tag mit weniger Gästen doch sehr geschäftstreibend und ständig räumte jemand was vom Tisch weg, was mich auf Dauer nervte).

Und schwupps war der zweite Tag vorbei. Blieb noch Tag drei, den wir aber aufgrund der weiterhin tief hängenden Wolken dann für einen Ausflug in die Therme in Bad Ragaz nutzen wollten, die mehr oder weniger auf einem kleinen Umweg nach Hause erreichbar sein sollten. Dazu aber ein neuer Artikel.

Erholsame zwei bzw. drei Tage am Lago Maggiore und Luganer See – wir kommen wieder. Alle zwei Jahre. Wie bisher ;)

to be continued

 

 

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 665 Followern an