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28.02.2015 / stega

Allein, allein

Ich bin aktuell wieder in einem Notfallzyklus. Sprich sieben Tage Frühdienst, drei Tage Kompensation und dann sieben Tage Spätdienst. Da ich noch als “Anfänger” gezählt werde – oder um es netter auszudrücken: Zweitdienstler – bin ich in der Zeit des Notfalls fix dort eingeteilt und darf nicht, wie meine Erstdienstler (also die Erfahreneren) nebenher die Notfallspur aboperieren. Die Erfahrenen haben das Glück, dass sie die Notfälle, die wir über den Notfall generieren, im Laufe des Tages wegoperieren und für diese Zeit vom Notfall wegkommen – meistens den entsprechend anderen Erstdienstler (viszeral oder trauma) und den Zweitdienstler zurücklassend. Die dann beide merken, dass der dritte Mann fehlt, v.a. im Spätdienst, wenn viel los ist und man zu zweit die Arbeit von dreien machen muss.

Nun gibt es aber einen OP-Umbau bei uns uns deswegen wird die fehlende Kapazität aufgrund eines geschlossenen OP-Saals am Wochenende nachgeholt. Und damit eine weitere halbelektive OP-Spur geöffnet – nur, wer bedient diese? Die Erstdienstler vom Notfall. Neben der sowieso rund um die Uhr laufenden Notfallspur. D.h. wenn man Pech (oder Glück, je nachdem, wie man das sieht) hat, dann sind beide Erstdienstler plötzlich am Wochenende im OP und man steht als Zweitdienstler ganz alleine auf dem Notfall (immerhin mit einem Notfallmanager-Oberarzt, sofern der sich am Wochenende auf dem Notfall zeigt).

Genau das ist mir passiert. Meine beiden Erstdienstler mussten beide in die OPs, den Studenten haben sie auch gleich mitgenommen und ich sass alleine und verantwortlich auf dem Notfall und harrte der Dinge, die da kommen. Das weiss man ja nie so richtig. Es kann total ruhig verlaufen – oder von jetzt auf gleich in einem grossen Chaos enden. Ich hatte zunächst Glück und einen Patienten nach dem anderen. Mein Oberarzt liess mich alleine werkeln und wollte nur ab und an mal telefonisch informiert oder bei Fragen angerufen werden. Ein ganz sonderbares Gefühl ist das, wenn man plötzlich alleine da sitzt. Nicht nur, dass man für jeden Patienten, der sich vorstellt, verantwortlich ist (und umkehrt nichts an seine Kollegen abgeben kann, z.b. wenn man auf etwas weniger Lust hat), sondern auch mit der “Gefahr”, dass es einen Schwerverletzten gibt und man dann plötzlich im Schockraum stehen darf. Wobei mir das schon deutlich mehr gefallen hätte – endlich mal mehr dürfen ;)

Also managte ich den gesamten Morgen den Notfall, hatte immer was zu tun und die Zeit verrannte wie im Flug. Die Patienten stapelten sich zum Glück zu keiner Zeit, sondern kamen relativ gestaffelt nach und nach, sodass ich nie in grosse Hektik ausbrechen musste. Zwischenzeitlich sah mein Kollege aus dem OP mal eine Patientin, die er mir dann aber doch wieder abgeben musste, weil er in den nächsten Eingriff gerufen wurde – am Ende der Schicht stand dann auf der vom PC generierten Notfallliste, auf der alle Patienten des Tages mit Diagnose, Therapie und Prozedere erscheinen, nur mein Kürzel. Bei allen 15 Patienten.

Im Frühdienst ist das witzig so allein auf dem Notfall; aber jetzt während der Spätdienstwoche muss das wirklich nicht sein. Dazu ist zu viel los und zu viele Patienten gleichzeitig zu versorgen.  Aber mal sehen, was diese Tage noch für Überraschungen bringen werden.

to be continued

22.02.2015 / stega

Immer wieder sonntags … | 2015 – KW 8

| GESEHEN | grotesken Leistenbruch auf dem Notfall | GEHÖRT | Deichkind, Elektro Swing | GETAN | Notfall Frühdienst, Kurzurlaub in alter Unistadt gebucht, Urlaub für Juni gesucht (noch nicht gefunden) | GEGESSEN | immer zwischen Tür und Angel auf dem Notfall | GETRUNKEN | Apfelsaft | GEDACHT | die Abwechslung auf dem Notfall ist echt mal schön nach 3 Wochen Station | GEÄRGERT | Stornierung von Bonprix, weil ich nicht in Deutschland wohnen würde | GEFREUT | guter Kontakt zu Pflege auf Notfall und gute Kollegen im gleichen Dienst, Vorfreude auf Kurzurlaub in der Kompensation | GEKAUFT | Telefonkabel, Gardinen | GESTAUNT | Es bleibt abends länger hell!

to be continued

20.02.2015 / stega

what’s wrong with you… Bonprix?

Wir benötigen Gardinen für unser Arbeitszimmer. Nach langem Suchen im Netz und bei den lokalen Händlern haben wir im Internet bei Bonprix schöne Gardinen gefunden, die sich beide vorstellen können und die wir deswegen bestellten. In der Woche davor hatten wir schon Gardinen für das Gästezimmer bestellt und geliefert bekommen. Leider waren die farblich aber nicht so, wie wir es uns vorgestellt hatten, sodass wir sie zurücksendeten.

Vor einer Woche nun also die erneute Bestellung. Zunächst lief alles problemlos und von Hermes (*humpf*) kam die Sendungsnummer und dass das Paket unterwegs sei. Bis… ja, bis ich Ende der Woche immer noch keine Zustellbestätigung an den gewählten Paketshop erhielt (von dem wir das Paket dann abholen wollten). Also schaute ich doch mal online nach und was sehe ich da? Zunächst wurde das Paket im Versandcenter bearbeitet und losgeschickt, aber dann: “Ihre Sendung wurde storniert”. Bitte was? Wieso storniert?

Also fragte ich zunächst via Twitter bei Hermes nach. Die konnten mir aber nicht helfen (waren aber schnell in der Antwort, tiptop!). Also fragte ich bei Bonprix direkt nach, was denn da schief gelaufen sei und wann ich endlich mit der Gardinenbestellung rechnen kann. Als Antwort erhalte ich:

Aufgrund der Tatsache, daß Sie einen Wohnsitz in der Schweiz haben und lediglich
die Lieferadresse in Deutschland liegt, können wir Sie derzeitig nicht beliefern.
Dieses hat rechtliche Gründe und wir bitten hierfür um Verständnis.

(ich verkneife mir anzumerken, dass man dass mit “ss” schreibt).

Was soll das denn nun bedeuten? Ein paar Tage vorher bekam ich ein Paket zugesandt – nun geht das nicht mehr? Das nur, weil ich aktuell in der Schweiz wohne und das Paket aus Deutschland abholen kann/werde/wollte? Weil ich keine Lust habe die Ware beim Schweizer Ableger von Bonprix zu bestellen, wo es doppelt so teuer ist? (Sorry, aber das unterstütze ich nicht). Soll ich über meine Eltern bestellen und sie dann bitten mir die Ware zuzusenden? Was würde das ändern, ausser dass alle Beteiligten mehr Aufwand / Kosten hätten?

Bonprix hat es nach meiner ersten Bestellung wohl nun nicht mehr nötig mich zu beliefern. Wenn sie meinen. Dann eben nicht. Dann werde ich mir wohl meine zukünftigen Bestellungen bei ihnen doppelt überlegen. Bzw. ich werde dort gar nichts mehr bestellen. Die gewollten Produkte finde ich auch anderswo. Und bekomme sie dann dort geliefert, wenn ich eine deutsche Adresse angebe.

Ihr spinnt doch.

to be continued

15.02.2015 / stega

Immer wieder sonntags … | 2015 – KW 7

| GESEHEN | Patienten, OPs, eine alte Kollegin | GEHÖRT | Radio Top | GETAN | Squash gespielt, mit Pflege “geflirtet” und z’Nüni gegessen, Bilder an die Wand genagelt, Abschiedsapero der Kollegen | GEGESSEN | selbstgemachte Schupfnudelpfanne | GETRUNKEN | badischen Wein, Kaffee (den mir die Pflege gebracht hat) | GEDACHT | das macht Spass (Squash/Pflege), das macht keinen Spaß (faule Kollegen, die sich um Sprechstunde drücken) | GEÄRGERT | faule Kollegen | GEFREUT | Squash mit Freundin, gelungene Valentinstagüberraschung | GEKAUFT | Gardinen, Bilder | GESTAUNT | schon 3 Wochen Station vorbei

to be continued

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