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14.04.2015 / stega

das erste Mal… Metallentfernung

Im Rahmen meiner Ausleihrotation auf die Trauma konnte ich endlich meine ersten richtigen OPs machen. Also OPs im Gebiet Trauma und Ortho und in der Funktion als Arzt. Damals als Student habe ich auch schon welche gemacht; aber da war ich ja noch kein “Dr. med.” und hatte die Verantwortung. Ich hatte gleich zu Beginn der Aushilfezeit bei der OP-einteilenden Oberärztin angemerkt, dass ich gerne die 8 Tage nutzen würde, um endlich ein paar sog. OSME (Metallentfernungen nach Knochenbrüchen) machen zu dürfen und nicht nur auf Station oder Sprechstunde “missbraucht” zu werden.

Und siehe da, es hat geklappt. Meine erste OSME war eine Plattenentfernung am Aussenknöchel, in der ich durch die Oberärztin eine Menge gelernt habe. So leicht, wie das immer beim Zuschauen und Assistieren aussieht, ist das gar nicht und man kann 100 OPs gesehen haben – das Handling nachher selbst mit den Instrumenten und das Vorgehen ist etwas ganz anderes, als wenn ein anderer (meist erfahrener Arzt) das locker und flockig macht und man nur zuschaut. Gleichzeitig ändert sich der Blick auf die Dinge, die ein erfahrender Arzt macht. Man schaut explizit nach gewissen Handgriffen und Kleinigkeiten, die man selbst in der OP erlebt hat oder bei denen man noch Probleme hat.

Nach der OSME am Aussenknöchel ergab sich noch die Entfernung von zwei Drähten und schliesslich sogar eine Metallentfernung am Schlüsselbein. Das Metall war in einer Klinik meiner Studentenstadt implantiert worden (wer weiss, vielleicht kenne ich sogar den entsprechenden Arzt :D) und nun durfte ich es wieder ausbauen. Da merkte ich schon, wie sich nach drei Eingriffen das Handling verbessert hatte und wie schnell man sich an gewisse Prozeduren gewöhnt.

So haben sich die zwei Wochen auf der Trauma als Aushilfe doch sehr gelohnt. Und das nicht nur, weil ich zwei sehr nette Clinical Nurses kennen gelernt habe, die mich so toll unterstützten und die Stationsarbeit schmissen, wenn ich in Sprechstunde oder OP stand. Sondern eben auch um meinen OP-Katalog zumindest marginal zu füllen. Wozu man sonst sehr wenig kommt (im Fremdjahr Viszeralchirurgie sowieso nicht). Aber das ist ein anderes Thema.

to be continued

12.04.2015 / stega

Immer wieder sonntags … | 2015 – KW 15

| GESEHEN | Heimat über Ostern, Kollegen beim Geburtstagsessen, Trauma, Sanddorn-Balance in live | GEHÖRT | kunterbunt | GETAN | Ostern daheim, Trauma-Aushilfe und erste eigene OPs auf Trauma, Balkon mit Holzfliessen versehen, erste Rennradrunden auf Strasse für diese Saison | GEGESSEN | Grillfleisch | GETRUNKEN | verschiedenste Säfte | GEDACHT | so (Trauma und Unterstützung von clinical Nurses und eigene OPs) macht Arbeiten Spaß | GEÄRGERT | lange Sprechstunde, sodass man nicht in Rapport kann | GEFREUT | eigene OPs, erfolgreiches Wohnung-Einrichtwochenende (Wand gemalt, Zeug an die Wand gebohrt, Balkon befliesst…) | GEKAUFT | Balkonfliessen, Balkonmöbel | GESTAUNT | Sanddorn-Balance

to be continued

02.04.2015 / stega

Aushilfe auf Trauma

Diese Woche bin ich ausgeliehen. Weg von der Viszeralchirurgie und zurück auf die Traumatologie, wo ich eigentlich her komme. Dort herrscht gerade Assistentenmangel, weil der Dienstplaner die Urlaubsplanung und Kompensationszeiten der Notfallkollegen nicht ganz im Blick hatte und plötzlich stand ich als einziger Assistent auf der gesamten Trauma auf dem Plan. Zwischenzeitlich dann mit einem weiteren Kollegen geteilt, aber dennoch voll dabei. Man ist sofort wieder im alten Modus und freut sich über komplett andere Krankheitsbilder als auf der Viszeralchirurgie, wo ich jetzt 8 Monate Dienst getan habe. Und ja, die Patienten sind meist auch einfacher zu handhaben. Nicht mit zig Schläuchen und Ernährung über die Vene und pipapo. Dafür neigen die Traumatologen eher dazu ständig und für alles externe Hilfen zu wollen; sei es z.B. für alle und jeden Physiotherapie anzumelden (nur um einen Patienten, der schon seit 3 Wochen mit Stöcken geht)  nun bei erlaubter Vollbelastung zum Gehen zu animieren (das kann die Pflege genauso gut!).

Ansonsten machte v.a. die Sprechstunde viel Spaß, weil sie ganz anderen Charakter als die viszerale Sprechstunde hat. Zum einen viel mehr Patienten in der gleichen Zeit; zum anderen nicht Indikationsstellung zur OP, Aufklärung, Terminfindung, Papierkrieg und ständiges Warten auf einen Oberarzt. Sondern vielmehr Nachkontrollen, Verlaufskontrollen, Gipskontrollen…. und das Gefühl zumindest in groben Zügen zu wissen, was man wie wo und wann macht.

Im Op stand ich leider diese Woche nur als Assistent (aber kommende Woche wirds dann meine Metallentfernung werden) – aber auch das war mal wieder schön zu erleben. Mit Röntgenschürze (schwitz), Bohrer, Haken und was es nicht so alles aus Metall gibt. Operationen, bei denen etwas passiert. Schlag für Schlag und in kurzer Zeit vieles – sodass die Zeit wirklich vergeht und man nicht alle 5min gelangweilt auf die Uhr schaut und denkt, es gehen gar nicht voran.

Zum krönenden Abschluss dann die Chefvisite vorm Feiertag, die in knapp 20 min beendet war. Rein, raus, fertig. Die Dinge gehen ihre Wege und dieses lustige “weisse Wand”-Spiel mit 15 Ärzten und einem armen Patienten im Bett ist und bleibt ulkig zu erleben und mit anzusehen.

Nun darf ich nach Ostern nochmal eine Woche aushelfen, bevor ich dann wieder in den harten Viszeralalltag muss – bis ich im Herbst wieder fix in die Trauma/Ortho rotieren werde. Darauf freue ich mich nun noch viel mehr, weil ich die Luft wieder geschnuppert habe.

to be continued

31.03.2015 / stega

ein Jahr Arbeitsleben

Heute endet mein erstes Jahr im fixen Arbeitsleben – und das erste Jahr Arbeiten als Arzt. Wie die Zeit vergangen ist!  Gerade noch haben wir doch Examen geschrieben und sind dann in Urlaub geflogen, haben den Umzug in die Schweiz gemeistert und uns am ersten Tag in der neuen Klinik ganz klein gefühlt.

Die ersten Schwimmversuche ohne Ärmelchen in der Klinik, die ersten Patienten, die man betreut oder in der Sprechstunde gesehen hat, die ersten OPs, die man assistiert und dann auch ein wenig selbst machen durfte. Plötzlich Studenten unter einem, die für einen arbeiten und die man anlernen muss/darf/soll. Viele Briefe, viele Verantwortung, viele Probleme und noch mehr Lösungen, viel neues und vor allem praktisches Wissen und noch mehr vergessenes Studiums-Lern-Wissen, das man nie wieder gebraucht hat. Der erste Kongress, die ersten Fortbildungen unter Medizinern, die ersten richtigen Urlaubstage mit Beantragung des Urlaubs und die ersten Wochenenddienste.

Dann Rotation in das Fremdjahr und die Viszeralchirurgie und wieder gefühlt ganz von vorne beginnen. Routine bekommen, Überblick und Wichtigkeit einzelner Dinge lernen. Management von schwierigen Fällen aneignen, im OP völlig andere Techniken und Vorgehensweisen sehen….

Und nun: über den Jahrestag bin ich auf Trauma ausgeliehen, weil die Assistentenmangel haben und ich zeitweise der einzige auf Trauma sein werde in diesen zwei Wochen. Das nächste Jahr bringt die Rückrotation in mein eigentliches Fachgebiet mit sich; dazu erneut Kongress und Fortbildungen und schliesslich die Frage, wie es am Ende des zweiten Jahres dann weitergehen wird. An der gleichen Klinik in eine Zukunft oder an einer neuen Klinik. Diese Frage wird schneller nach einer Antwort schreien als mir aktuell lieb ist. Aber wenn schon das erste Jahr so schnell vorbei flog… wie schnell wird erst das zweite vorbeigehen? Zumal schon jetzt bist Juli der Dienstplan steht und bis September die persönliche Planung gemacht ist.

Aber den Jahrestag geniessen wir heute Abend zunächst mit einem Jubiläumsessen in einem feinen Restaurant. Und feiern uns und den getätigten Schritt in die neue Welt.

to be continued

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