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30.07.2015 / stega

Aufgefallen – bei Rad am Ring

Rad am Ring 2015 überlebt und einige Dinge sind mir aufgefallen – Zusammenstellung einiger Schnipsel, die nicht für einen ganzen Beitrag reichen, aber in Twitter nicht einfach untergehen sollen.

– Schlank & Rank: beinahe alle Sportler in unseren Boxen waren schlank. Fast schon dürr. Ich bin somit nicht der Einzige, der an der unteren BMI-Grenze zum Untergewicht knabbert. Stattdessen entsprach das eher dem Typus der Ausdauersportler, die vor Ort waren.

– Nikotin? Lieber Koffein! Raucher gab es bei unserem Team nicht einen Einzigen. Zumindest keinen, der das während der Dauer des Rennens vor Ort (vor der Box z.B.) auslebte. Dafür war Kaffee immer und gerne gesehen ;)

– Zusammenwachs/-halt: am Anfang waren wir alle fremd, wussten nicht, wer wie tickt und wie drauf sein wird. Aber innerhalb weniger Stunden und bis zum Ende des Rennens waren wir eine zusammengehörige Menge; gerade während das Rennen lief und wir so gut miteinander funktionierten, merkte man den Zusammenhalt, der sich entwickelt hatte. Bis hin zur gemeinsamen Zieleinfahrt in einer Linie.

to be continued

29.07.2015 / stega

das erste Mal… Rad am Ring (Teil 2)

Nach Teil 1 nun Teil 2 zu den Erlebnissen bei Rad am Ring 2015 und meinem ersten Mal in der Grünen Hölle des Nürburgsrings.

Nach der ersten Runde begann eine Zeremonie, die ich die nächsten Runden in gleicher Manier durchzog (wie so ein Schweizer Uhrwerk) Ausziehen der durchgeschwitzten Klamotten (ich hatte die gesamten nächtlichen Runden T-Shirt, Skishirt, Windjacke, langes Trikot, Halsbandana, Kopfbandana an) und Aufhängen, damit sie bis zur nächsten Runde in 4 h trocknen können. Dann in Jogginghose und Pulli zu den Duschen pilgern. Dazu gab es fixe Duschen auf dem Parkplatzgelände (wie in Sporthallen), wo Massen gleichzeitig duschen konnten und der Duschstrahl entsprechend lau und Warmwasser eher Mangelware war (insbesondere am Morgen). Danach Beine mit der österreichischen Holzacker-Sportcooling-Creme eincremen und massieren, Voltaren aufs Knie (das super mitmachte und nicht einmal zwickte) und eine Runde essen fassen (meist eine kleine Portion Nudeln, eine Cola, ein Süssigkeitenriegel). Danach auf das Feldbett und 1h Schlafen. Mit dem Wechsel des Fahrers vor mir aufstehen (ich wurde immer von alleine rechtzeitig wach, ansonsten hätte es Weckservice gegeben) und wieder meist noch leicht feuchten Klamotten anziehen (die Profis hatten natürlich mehrere Trikots dabei); eine Kleinigkeit essen (nicht zu viel, man muss ja noch radeln können aber auch nicht zu wenig um unterwegs den Hungerast zu bekommen) und dann warten, dass der Transponder über die Ziellinie erfasst wird, im PC die Aktualisierung passiert und 10min später der Wechsel stattfinden konnte. Aufgrund der geringen Temperaturen versuchten wir nicht zu lange im Freien zu warten, aber doch rechtzeitig da zu stehen, damit der ankommende Fahrer niemanden suchen muss und der Wechsel keine Zeit kostet. Eigentlich ist uns das auch jedes Mal sehr gelungen (einmal habe ich im Dunkeln dem falschen Fahrer die Transponderflasche in die Hand gedrückt, aber das haben wir sofort gemerkt und sie zurückgenommen!). Weiterlesen…

27.07.2015 / stega

das erste Mal… Rad am Ring (Teil 1)

Wir haben die Grüne Hölle bei Rad am Ring 2015 am Nürburgring überlebt! Das erste Mal in meinem Leben habe ich ein Radrennen bestritten und gleichzeitig auch ein 24-Stunden-Rennen bestritten. Im Viererteam mit drei Rookies und einem älteren Hasen, der bereits letztes Jahr gestartet ist. Hier möchte ich meine Eindrücke von meiner ersten Teilnahme festhalten.

Los geht’s!

Zur Vorbereitung hatte ich bereits in einem vorherigen Beitrag einiges geschrieben. Insgesamt bin ich dieses Jahr vor dem Ring ca 2700km auf Rolle und Strasse gefahren. Ich glaube das war eine gute Anzahl an Trainings; vielleicht würde ich für die nächste Teilnahme noch speziell mehr in die Berge fahren und Anstiege trainieren (aber da hatte ich eigentlich die wenigste Mühe am Ring – später mehr). Mit der tollen Turnbeutelliste, die unser Organisator vorab geschickt hatte und allen Infos, die wir benötigten, um die richtige Box zu finden, in die wir uns eingemietet hatten, konnte es also Freitag Früh losgehen. Zunächst bis zum kurzen Zwischenstop bei meinen Eltern, wo wir noch für die Heimfahrt Lebensmittel kauften und einlagerten und zwei Campingstühle und Schlafsack abholten. Und unser extra neu gekauftes Feldbett! Nach einer Pastaparty ging es dann die verbleibende Strecke bis zum Ring weiter – mit Umwegen, weil kurz vor Abfahrt zum Ring ein Megastau in einer Baustelle kam und wir gerade noch die letzte Ausfahrt davor erwischten. Die Busse der Teilnehmer der Box aus dem Norden standen erstmal 90min im Stau… Vor Ort war alles perfekt ausgeschildert; man hatte seine Einfahrzettel in entsprechener Farbe und musste nur den Schildern folgen. Ein kurzes Stück fuhr man parallel zur Rennstrecke und konnte erste Blicke auf die Steigungen erhaschen – hui!

Parkplatz gefunden und umgehend meinen Teamkollegen, der mit dem Wohnwagen gekommen war (weil er nachts in der Box nicht schlafen kann beim Lärm und deswegen in Ruhe auf dem Parkplatz schlafen wollte), getroffen. Die Box wurde bereits vom genialsten Betreuerteam eingerichtet, das ich kennen lernen durfte. Rund-um-Sorglos-Paket und vom ersten Moment an Verpflegung, Getränke und alles, was man fürs seelische und physische Wohl benötigt. Die gaben so Gas und auch nachts noch um 2 Uhr gab es warmes Essen, frischen Kaffee, Nudeln, Schoggi, Knabbereien, Bananen, ….

Ein paar erste Eindrücke habe ich euch hier verlinkt. Nach und nach füllten sich unsere beiden Boxen, wir sahen uns am Aussstellerbereich ein wenig um und als mein Team dann vollständig war, konnten wir zusammen unsere Startunterlagen abholen gehen. Wir kannten uns nicht vorher (ausser zwei, die Geschwister waren) und bis auf einen nahmen wir das erste Mal an einem Radrennen und am 24h-Rennen am Nürburgring teil. Also alles Rookies; schnell war klar, wer die erste Runde fahren muss (der alte Hase ;) ).

Abends fuhren wir uns nach dem Abendessen (der Grill lief beinahe die ganzen 48h am Ring durch) noch eine Runde auf dem Formel 1-Kurs ein und lernten die Streckenführung vor Ort kennen (nicht auf der grossen Schleife). Prompt verfuhren wir Rookies uns, als wir am Anstieg in die Pedale treteten und dann den Abzweig verpassten :D Aber solange das nur beim Einfahren geschehen sollte…. 10km in den Beinen, soweit fit und bereit.

Eine Bekannte war bei der Expo vor Ort und mit ihr konnte ich noch ein paar Worte wechseln, bevor es dann eine Ansprache vom Organisator unserer Boxen gab und wir schliesslich relativ rasch in unsere Betten umzogen. Draussen begann inzwischen ein Unwetter – und brachte Orkanböen und Starkregen. Erstes Mitleid mit den Campern, die nicht in eine Box passten, kam auf; es wurde immer kälter, immer windiger und immer ungemütlicher.

Der Schlaf in der Box in der Nacht war ganz gut; zwischendurch wachte ich mal aufgrund Geschnarche der anderen auf – kein Wunder, wenn ca 30 Personen pro Box auf ihren Feldbetten nebeneinander schlafen und die Boxenreihe nur durch Planen und Gitter zur Seite begrenzt ist und in anderen Boxen weitere Teilnehmer und ihre Teams hausen.

Der Start lässt auf sich warten

Am Morgen wurde man recht schnell unsanft geweckt – weil die Müllabfuhr nicht durch kam und deswegen lautstark gegen das Boxentor klopfte. Die spinnen! Da soll man 24h ausgeruht ein Radrennen bestreiten und wird um 6.30 Uhr geweckt, weil die nicht durchkommen am Parkplatz. Also wirklich. Kein Wunder, dass man um 8 Uhr zum Frühstück bereit war – und sah, dass der Sturm zugenommen hatte und auf der Expo einige Ausstellerzelte die Nacht nicht überlebt hatten (dem Aussteller mit der Bekannten war das gesamte Zelt defekt, sodass sie morgens wieder abreisen mussten – uns aber eine Ladung Bandanas und Wurst übrig liessen, die sie nicht mehr an ihrem Stand an die Leute verteilen konnten. Wir freuten uns!).

Es war richtig ungemütlich, regnerisch, windig und kalt. So sollte das aber nicht laufen! Da hatten wir 4 Wochen strahlenden Sonnenschein und Hitze und dann am Renntag so ein Einbruch? Da bis zum geplanten Start noch 5 Stunden abzusitzen waren, lagen wir einfach entspannt auf den Feldbetten, man aß viel mehr als man vielleicht sollte (es hatte ja ständig und dauernd frisch und der Grill lief…). Morgens mussten die armen Läufer auf die Strecke, die vor den Radsportlern die Schleife laufend bezwingen durften. Die armen Schweine!

Und dann kam die Nachricht, dass der Start der Radrennen verschoben wurde. Aus Sicherheitsgründen sollte es statt um 13 Uhr erst um 16 Uhr losgehen. Also nochmal 3h längere Warterei – und Essen. Wir scherzten schon, dass wir einen 24h-Fressmarathon machen und keinen 24h-Radrennsport. Wobei 24h ja nun mit der Startverschiebung eh nicht mehr drin waren. Das Rumsitzen brachte noch ein wenig mehr Schlafenszeit – vorschlafen sozusagen.

Bis um 15 Uhr die nächste Durchsage kam, dass man mit Piloten wegen dem Orkan spreche und das Rennen nun erneut aufgrund der nicht ausreichenden Sicherheit der Teilnehmer verschieben würde. Die Jedermannrennen, die mit uns stattgefunden hätten, wurden abgesagt und die 24h-Rennen auf 20 Uhr terminiert. Dann sollte das Wetter und insbesondere der Wind nachgelassen haben und ein sicheres Fahren ermöglichen. 17 h-Rennen also. Und gleichzeitig die erste Runde in der Nacht und somit im Dunkeln – ohne die Strecke zu kennen. Neue Herausforderungen!

Und so ging das Überlegen los, was wohl die sinnvollste Kleiderauswahl betrifft. Die Radprofis von nebenan hatten natürlich Wintertrikots und alles andere in ausreichenden Mengen dabei; aber ich als Laie, der bei unter 18 Grad eh nicht aufs Rennrad steigt (zumindest bisher und nicht outdoor)… ein Glück hatte ich noch kurzerhand bei der Wetterprognose mein Skioberteil eingepackt – das sollte sich nun als sehr guter Zug erweisen. Weiterlesen…

19.07.2015 / stega

Immer wieder sonntags … | 2015 – KW 29

| GESEHEN | Narbenhernienrepair, zwei bisher unbekannte Pässe auf dem Rennrad | GEHÖRT | Spotify und meine eigene mp3-Sammlung (incl. Aussortieren von alten Liedern) | GETAN | zwei kleine OPs selbst gemacht, eine lange OP assistiert, Rennrad gefahren | GEGESSEN | Pasta | GETRUNKEN | Schoggimilch (zur Regeneration) | GEDACHT | das gute Wetter darf gerne noch bleiben | GEÄRGERT | langes Warten auf den Leitenden, nur damit er dann beim Patienten Monolog führen kann | GEFREUT | lustige Momente mit Pflege und Kollegen | GEKAUFT | neuen Schaltzug am Rennrad (der alte war zu 50% gerissen) | GESTAUNT | nur noch 7 Tage bis Rad am Ring?!

to be continued

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